Die Grosshöchstettentunnel sind über 100-jährig. (Bild: zVg BLS)
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BLS will Grosshöchstettentunnel erneuern
Die BLS will die beiden 1899 erstellten Grosshöchstettentunnel umfassend erneuern. Die entsprechenden Pläne liegen seit dieser Woche öffentlich auf. Die Bauarbeiten sind für 2028 vorgesehen.
Die beiden einspurigen Tunnel entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Zudem ist das bestehende Lichtraumprofil zu klein für Doppelstockzüge und Güterzüge mit grösserem Profil. Mit der Erneuerung sollen künftig auch Doppelstockzüge auf der Strecke fahren können.
"Dies ist wichtig, weil die Strecke Thun - Konolfingen - Hasle-Rüegsau die Ausweichroute für die Zufahrt zur neuen BLS-Werkstätte in Oberburg wird", erklärt BLS-Mediensprecher Colin Cuvit." Dafür wird das Gleis in den Tunneln um bis zu 20 Zentimeter abgesenkt. Auch Ober- und Unterbau, Entwässerung sowie die Fahrleitung werden erneuert.
Elfwöchige Totalsperre
Für die Hauptarbeiten ist im Sommer 2028 eine elfwöchige Totalsperre geplant. Auf der Strecke Hasle-Rüegsau - Konolfingen sind Bahnersatzbusse vorgesehen. Die Sperre ist Teil des BTB-Programms 2028, das sechs Projekte umfasst. Neben den beiden Grosshöchstettentunneln sind Bauarbeiten in Biglen, Walkringen und Schafhausen geplant. Durch die Bündelung sollen unter anderem Bahnersatz, Installationsflächen und Maschinen gemeinsam genutzt und zusätzliche Sperrungen vermieden werden.
Die Gesamtkosten für die Tunnelsanierung werden gemäss BLS auf 16 Millionen Franken geschätzt. Die Finanzierung erfolgt über die Leistungsvereinbarungen zwischen BLS und Bund.
Nach aktuellem Terminplan soll das Plangenehmigungsverfahren bis August 2027 abgeschlossen sein. Der Baubeginn ist für Januar 2028 vorgesehen, die Bauvollendung für Oktober desselben Jahres.
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