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Bibliothek Herzogenbuchsee führt Lesementoring ein
Die Bibliothek Herzogenbuchsee führt als erste Institution im Kanton Bern ab Herbst das Lesementoring ein. Je ein Erwachsener und ein Kind lesen dabei zusammen vom Kind selbst gewählte Texte, einmal 45 Min. pro Woche, wie die Bibliothek Herzogenbuchsee mitteilte.
Je mehr elektronische Gadgets die Kinder- und Jugendlichen-Zimmer fluten, desto unattraktiver scheint Lesen für den Nachwuchs zu sein. Dabei betont es jede Personalchefin und jeder einstellende Geschäftsleiter: Ohne Lesekompetenz ist man/frau beruflich verloren. Und kulturell um entscheidende Erfahrungen ärmer. Deshalb startet die Bibliothek Herzogenbuchsee für die Zweit- bis Sechstklässler in Herzogenbuchsee und Niederönz ab Herbst ein freiwilliges und kostenloses Mit-Lese-Projekt namens „Lesementoring“.
Es ist gleichzeitig ein Projekt, das die Generationen zusammenführt, sind es doch vor allem über 60-Jährige, welche mit den Kindern – auf unterhaltende Art – lesen wollen. Und auch Integration ist grossgeschrieben: Normalerweise ist die Nachfrage unter Immigranten-Kindern besonders gross.
Das Lesementoring dient dem Verbessern der Lesekompetenz, ist schulergänzend, freiwillig und kostenlos. Es hat sich unter dem Begriff "Lesepaten" in Deutschland schon an zahlreichen (grösseren) Orten bewöährt. In der Schweiz gibt es Lesementoring bisher erst in wenigen Städten, unter anderem Suhr, Luzern, Arth-Goldau und Zofingen. Gleichzeitig ist das Lesementoring auch ein Integrationsprojekt, machen doch in der Regel bis gegen 70 Prozent Kinder mit Migrationshintergrund mit.
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