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| Bildung

Bernische Jugendliche tauchen ein in die Welt der Wissenschaft

Naturwissenschaften gehören für viele Jugendliche nicht automatisch zu den beliebtesten Fächern. Ein Projekt der Stiftung Science et Cité versucht deshalb, einen anderen Zugang zu schaffen. Am Freitag, 20. März 2026, präsentieren die Jugendlichen ihre Ergebnisse beim regionalen Abschlussevent im TecLab in Burgdorf. 

Im Rahmen von „Science and You(th)“ haben sich 83 Schülerinnen und Schüler aus dem Kanton Bern in den vergangenen Monaten intensiv mit eigenen Forschungsfragen beschäftigt. Die Bandbreite der Themen ist beeindruckend. Einige Gruppen untersuchten, wie sich Smarthomes auf das Verhalten auswirken, andere entwarfen Konzepte für selbstfahrende öffentliche Verkehrsmittel oder simulierten das Leben auf dem Mars. "Die Jugendlichen folgen ihren eigenen Interessen und ihrer Neugier. So entstehen ganz unterschiedliche Herangehensweisen", erklärt Julia Kamer, Projektleiterin bei Science et Cité.

Am Nachmittag werden die theoretischen Erkenntnisse praktisch erlebbar. In den Workshops können die Jugendlichen beispielsweise medizinische Bildgebung mit selbstgebauten Mikroskopen erkunden, Zusammenhänge zwischen Ernährung und Ressourcen in einem Serious Game erforschen oder einen Blick hinter die Kulissen der Erdbeobachtung mit Satelliten werfen. "Die Workshops zeigen, dass Wissenschaft überall im Alltag steckt", so Kamer.

Vom Klassenzimmer ins Forschungsprojekt

Seit September 2025 haben die Jugendlichen zunächst im Schulalltag gelernt, wie wissenschaftliches Arbeiten funktioniert. Danach entwickelten sie ihre eigene Forschungsfrage und führten Experimente, Befragungen oder Prototypenstudien durch. Das Projekt unterstützt sie dabei, Forschung im gesellschaftlichen Kontext einzuordnen und Einblicke in verschiedene MINT-Berufsfelder zu gewinnen. Die Motivation wachse vor allem dann, wenn die Jugendlichen eigene Interessen verfolgen können, sagt Projektleiterin Julia Kamer: "Sobald sie gemerkt haben, dass sie an etwas arbeiten können, das sie interessiert, waren sie sehr motiviert." Auch Lehrpersonen sehen im Projekt eine wertvolle Ergänzung zum Unterricht. Es gehe darum, selbst zu planen, Verantwortung zu übernehmen und Ergebnisse zu präsentieren, erklärt Lehrerin Angela Imboden. Dabei dürfe auch einmal etwas nicht funktionieren.

Das Ziel des Projekts: Wissenschaft soll als spannend und alltagsnah in Erinnerung bleiben – und gleichzeitig neue Perspektiven für die Forschung eröffnen.

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