Quelle: www.srf.tv
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Berner Studie: Weniger Suizide bei Männern dank Armeereform
Seit der Armeereform im Jahr 2003 sind die Suizide durch Schusswaffen bei jungen Schweizer Männern gesunken. Zu diesem Schluss kommen Berner Psychiater in einer Studie. Dies belege, dass der eingeschränkte Zugang zu Suizidmitteln die Zahl der Selbstmorde reduzieren kann, erklären sie.
Die Wissenschaftler hatten die Zahl der Suizide bei 18- bis 43-jährigen Männern vor und nach der Armeereform XXI untersucht. Im Zuge dieser Reform wurde die Schweizer Armee von 400'000 auf 200'000 Soldaten halbiert und das Austrittsalter von 43 auf 33 Jahre reduziert. Obwohl die Armeereform nicht die Suizidprävention zum Ziel hatte, rettete sie folglich 78 Prozent der jungen Männer, die sich ansonsten mit einer Schusswaffe getötet hätten, das Leben, erklärte Studienleiter Thomas Reisch vom Psychiatriezentrum Münsingen. Auf die Bevölkerung hochgerechnet seien das etwa 160 junge Männer.
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