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Berner Digitaltag: Welches Potenzial bringt die Digitalisierung?

Welches sind die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung? Diese Fragen werden beim heutigen Berner Digitaltag diskutiert. In verschiedenen Gesprächsrunden werden verschiedene Themen beleuchtet.

Unter anderem wird diskutiert, welche Möglichkeiten der digitale Wandel für den Service Public und die Behörden bringt. Beispielsweise können Informationen mit digitalen Sprachassistenten der Bevölkerung viel einfacher zur Verfügung gestellt werden, sagt Markus Maurer, Country Manager bei VIU.agency. Das Unternehmen entwickelt Sprachassistenten. Die Erfahrung habe gezeigt, dass durch Sprachsteuerung die Barrieren - insbesondere auch für ältere Menschen oder Kinder - gesenkt werden können. Denn es sei einfacher, via Sprachassistent auf dem Handy eine Frage an die Behörden zu stellen, als auf einer Webseite nach der Antwort zu suchen. Gerade bei Fragen, die die Behörden immer wieder beantworten müssen, können so effizient Kapazitäten geschaffen werden. In Zukunft sei sogar denkbar, dass die Steuererklärung mittels Sprachassistenz ausgefüllt werde.

Andererseits geht es in der Diskussionsrunde "Digitalisierung - Fluch oder Segen für ältere Menschen?" am Berner Digitaltag darum, dass die digitalen Möglichkeiten um Senior*innen im Alltag zu entlasten zwar vorhanden und auch immer wieder gerühmt werden, "in der Realität merkt man davon aber oftmals noch nicht viel", sagt Jonathan Bennett. Er ist Leiter des Instituts Alter an der Berner Fachhochschule und tauscht sich mit Ursula Zulauf, Präsidentin ProSenior Bern aus. Sie nimmt die digitalen Fortschritte im höheren Alter hauptsächlich im Bereich der Kommunikationstechnik wahr. "Insbesondere die Pandemie hat dazu geführt, dass viele ältere Leute mit ihren Angehörigen Kontakt via Videotelefonie hatten." Auch das Online-Shopping habe wohl zugenommen. Andere Mittel seien besonders in der Hochaltrigkeit noch nicht sehr verbreitet, da die Handhabung für Senior*innen schwierig sei. 

Abstimmungen wie die Initiative zur E-ID zeigen, dass sich Ansichten und Meinungen zur Digitalisierung spalten. Grosse Städte und kleine Landgemeinden müssen jedoch alle ins gleiche Boot geholt werden, ist Jonathan Gimmel, Leiter Digital Stadt Bern überzeugt: "2'500 Menschen haben keinen digitalen Arbeitsplatz in der Stadt Bern. Aber auch sie werden auf Veränderung treffen. Wichtig ist es, zu informiere und das Vertrauen aufzubauen, dass sie nicht gekündigt werden, bloss weil wir digitalisieren", so Jonathan Gimmel am Berner Digitaltag. 

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