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| Wahlen

Bern wählt: Das Wichtigste zur Ausgangslage

Am 29. März wählen die Stimmberechtigten des Kantons Bern den Regierungsrat und den Grossen Rat neu. 2'261 Kandidierende buhlen um einen der 160 Sitze im Parlament. Für die Regierung stellen sich 16 Personen zur Wahl, darunter vier Bisherige.

Für den Grossen Rat kandidieren somit mehr Personen als je zuvor. Von den 160 aktuellen Ratsmitgliedern kandidieren 148 für eine weitere Legislatur.

Marc Bühlmann, Direktor von Année Politique Suisse, dem Institut für Politikwissenschaften an der Universität Bern, erwartet keine grossen Sitzverschiebungen. "Insbesondere aufgrund verschiedener Listenverbindungen steht die Prognose auf Stabilität", so Bühlmann. Mit Blick auf andere Kantone und die thematische Wetterlage gehe er davon aus, dass die Polparteien SP und SVP eher zulegen werden.

Bürgerliche mit Fünfer-Ticket, Rot-Grün will Mehrheit

Im Berner Regierungsrat kämpfen 16 Kandidierende um die sieben Sitze. Drei Bisherige treten zurück: Christoph Ammann (SP), Christine Häsler (Grüne) und Christoph Neuhaus (SVP).

Die grosse Frage ist laut Politologe Marc Bühlmann, ob die Bürgerlichen ihre Mehrheit in der Regierung ausbauen können. SVP, FDP und Mitte setzen auf ein Fünfer-Ticket bestehend aus den Bisherigen Pierre Alain-Schnegg (SVP), Philippe Müller (FDP) und Astrid Bärtschi (Mitte) sowie Raphael Lanz und Daniel Bichsel (beide SVP).

Rot-Grün will dies nicht nur verhindern, sondern selber die Mehrheit holen. Dafür setzen SP und die Grünen auf ein Vierer-Ticket bestehend aus der Bisherigen Evi Allemann (SP) sowie Hervé Gullotti (SP), Reto Müller (SP) und Aline Trede (Grüne).

Die EVP schickt Tom Gerber und Barbara Stotzer-Wyss in das Rennen, die GLP Tobias Vögeli. Ausserdem kandidieren Madeleine Amstutz (parteilos), Jorgo Ananiadis (Piraten), Melanie Hartmann (Piraten) und Jonas Lauwiner (König JL). "Die Chancen der Kandidierenden ausserhalb der beiden Blöcke links und rechts sind aber sehr klein", so Politologe Marc Bühlmann.

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