So soll die PV-Anlage an der Autobahn A6 dereinst aussehen. (Bild: zvg / IWB)
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Autobahn A6 bei Münsingen erhält eine Photovoltaikanlage
Die Autobahn A6 bei Münsingen verbindet schon bald nicht nur das Berner Oberland und das Aaretal mit Bern, sondern liefert auch Strom.
Die Industriellen Werke Basel (IWB) wollen im Auftrag des Bundes eine grosse Solaranlage entlang der Autobahn bauen. Konkret sollen die Lärmschutzwände und der Grasstreifen mit Solarpanels ausgestattet werden. Die Münsinger Bevölkerung steht hinter dem Projekt.
Das ASTRA als Betreiberin der Nationalstrassen hat Flächen auf Lärmschutzwänden und Rastplätzen für Photovolatikanlagen (PV-Anlagen) freigegeben und ausgeschrieben. Die Industriellen Werke Basel (IWB) haben den Zuschlag für den Kanton Bern und für die Lärmschutzwand an der Autobahn A6 auf Münsinger Gemeindegebiet erhalten. Die IWB wollen eine grosse PV-Anlage bauen. Sowohl die Infrawerke Münsingen als auch die Gemeinde beteiligen sich am Projekt.
Die Anlage ist vom Parkplatz des Fussballplatzes in Münsingen über eine Länge von etwa 900 Metern bis zur Raststätte geplant. Am Dienstagabend hat die Gemeinde die Bevölkerung informiert. Die zuständige Münsinger Gemeinderätin Stefanie Feller ist zufrieden: "Es waren rund 50 Leute beim Infoabend dabei. Es kamen nur positive Rückmeldungen." Das hat laut Stefanie Feller damit zu tun, dass die grosse Solaranlage eben entlang der Autobahn entsteht: "Ich denke schon, dass dies ein grosser Vorteil ist. Wir überbauen nicht freie grüne Flächen oder greifen in ein intaktes Naturgebiet ein. Bei der Autobahn geht nicht wirklich viel kaputt."
Schon diesen Sommer wollen die IWB das Baugesuch einreichen, damit sie nächstes Jahr mit dem Bau beginnen können. Wenn die Solaranlage an der Autobahn A6 erst einmal steht und in Betrieb ist, wird sie Strom für rund 400 Haushalte liefern.
Die Gemeinde Münsingen ist beim Projekt insofern involviert, da der betroffene Grasstreifen neben der Autobahn der Gemeinde gehört. Münsingen möchte das Baurecht für diesen Streifen erteilen. Die Infrawerke Münsingen würden danach den Strom in das Stromnetz einspeisen. "Hier laufen im Moment noch Abklärungen inwiefern die Trafostation im Gebiet Sandreutenen noch ausgebaut werden muss, da doch eine grössere Menge Strom von der PV-Anlage kommen wird", erklärt Stefanie Feller.
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