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| Wochengespräch

Annamaria Müller über die Schliessung der Geburtenabteilung im Spital Langenthal und den Fehler im System

Dieses Jahr haben auf der Geburtenabteilung im Spital Langenthal 270 Babys das Licht der Welt erblickt. Auf dieser Abteilung, die Ende September zu geht. Die Schliessung haben die Verantwortlichen im Juli bekannt gegeben. Ab Oktober 2025 sollen die Schwangeren im Spital Emmental in Burgdorf gebären. Annamaria Müller war von 2009 bis 2019 Vorsteherin des kantonalen Spitalamts im Kanton Bern. In dieser Zeit hat sie mehrere Schliessungen von Geburtenabteilungen erlebt. 

Für die Bevölkerung sei es bei jeder Geburtenabteilung die geschlossen wurde, schwierig gewesen. "Es war immer extrem emotional. Wir hätten das ganze Spital schliessen können es wäre gefühlt nicht viel schlimmer gewesen", erinnert sich Annamaria Müller. Auch sie selbst sei oft hin- und her gerissen gewesen. "Ich habe Verständnis für die emotionale Reaktion, wie es sie momentan auch in Langenthal gibt. Aber ich verstehe auch, warum die Verantwortlichen der Spitäler so gehandelt haben. Sie müssen betriebswirtschaftlich denken."

Annamaria Müller sieht ein grundlegendes Problem in unserem Gesundheitsnetz. "In den letzten 30 Jahren haben wir in der Schweiz die Grundversorgung sehr stark auf die Spitäler abgestützt. Der ganze Bereich, der vor oder nach einem Spitalaufenthalt steht, haben wir vernachlässigt", erklärt die Gesundheitsexpertin. Weiter kritisiert Müller, dass viele Menschen ins Spital gehen obwohl es eigentlich nicht nötig wäre.  "Alle Fälle, bei denen wir nicht sicher sind wohin damit, wandern ins Spital. Das ist nicht die Idee eines Spitals. Dafür ist es zu teuer." Das Gesundheitsnetz versage an dieser Stelle. Daran müsse man arbeiten, sagt Müller. 

Warum es in den Augen der Berner Gesundheitsexpertin Annamaria Müller in der Schweiz ein Drittel der Spitäler nicht brauchen würde, erklärt sie im neo1-Wochengespräch. 

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