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| neo1 Porträt

Andy Hunziker – seit 50 Jahren unterwegs mit dem Wind

Während andere in seinem Alter kürzertreten, hebt Andy Hunziker weiterhin ab. Jährlich lässt er seine Gesundheit im Inselspital überprüfen. Besteht er die Tests, darf er weiter Ballone steuern. «Solange das geht, bleibe ich in der Luft», sagt der 74-Jährige im neo1-Studio.

Hunziker lebt oberhalb von Sumiswald, dort, wo das Emmental weit und ruhig wird. Von hier aus startet er bis heute Ballonfahrten über das Napfgebiet. «Mich fasziniert nicht nur die Aussicht», sagt er, «sondern vor allem das Lesen des Windes – und die Menschen.»

Dass Ballonfahren einmal sein Beruf werden würde, war nicht geplant. Hunziker arbeitete als Künstler. Parallel begann er, Ballonfahrten anzubieten – zu einer Zeit, als es dafür weder Strukturen noch Vorbilder gab. «Viele glaubten nicht, dass das funktionieren würde.» Aber es funktionierte. Über 7000-mal ist Andy Hunziker mit seinen Ballonen abgehoben. Trotz Landungen in der Serengeti, auf Strassenkreuzungen oder zwischen Bäumen gab es keine Unfälle. Für sein Lebenswerk erhält Hunziker Ende Oktober 2025 vom Weltluftsportverband das Paul-Tissandier-Diplom, eine internationale Auszeichnung für Pioniere der Luftfahrt.

Neben der Ballonfahrt prägten viele weitere Leidenschaften Andy Hunzikers Leben: Pferde spielten über Jahre eine wichtige Rolle, seine Eltern lebten ihm das Fliegen vor, und bis heute zieht es ihn immer wieder hinaus in die Welt. Aktuell arbeitet er an einem neuen Projekt in Afrika. Über all das und über ein Leben mit dem Wind, hat Andy Hunziker im neo1-Porträt erzählt.

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