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Ältere Hirsche lernen Jägern auszuweichen
Ältere weibliche Rothirsche verhalten sich so geschickt, dass Jäger praktisch keine Chance mehr haben. Dabei lernen sie aus den tödlichen Fehlern der anderen, vor allem der Männchen.
Weibliche Rothirsche gehen mit zunehmendem Alter Jägern immer mehr aus dem Weg. Mit neun bis zehn Jahren seien sie dann für ihre menschlichen Verfolger praktisch unerreichbar, berichtet eine Gruppe von Wissenschaftlern um den Biologen Henrik Thurfjell von der kanadischen University of Alberta im Fachmagazin "PLOS One".
Ältere Tiere lernen demnach verschiedene Methoden, um nicht erschossen zu werden. So bewegen sie sich weniger und senken so die Wahrscheinlichkeit einer gefährlichen Begegnung mit Jägern. Erfahrene Tiere verbergen sich zudem vor allem in der Nähe von Strassen verstärkt im Wald und in anderem unübersichtlichen Gelände - insbesondere in der Morgen- und Abenddämmerung.
An Jagdmethoden angepasst
Die Forscher fanden sogar Hinweise darauf, dass die Tiere auf die Bewaffnung der Jäger reagierten. Demnach suchten diese während der Jagdsaison für Bogenschützen eher zerklüftetes Terrain und Anhöhen auf. Dabei berücksichtigen die Hirsche nach Ansicht von Thurfjell und seinen Kollegen vermutlich, dass die mit einem Bogen ausgerüsteten Jäger sich sehr viel dichter an ihre Beutetiere heranpirschen müssen.
Dass Tiere sich anpassen können, kann Lorenz Hess, Präsident des Berner Jagdverbandes, bestätigen. Er beobachte dies selber jeweils (neo1/sda).
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