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Aare-Hochwasserschutz bei Münsingen ist fertig

Der Kanton Bern hat den Hochwasserschutz an der Aare bei Münsingen neu angelegt und den Fluss revitalisiert. Künftig ist der Bereich zwischen Thalgutbrücke und Chesselau vor einem Jahrhunderthochwasser geschützt.

Die Aare kann sich künftig bis 50 Meter vor dem neuen Hochwasserschutzdamm ausdehnen, wie die Bau- und Verkehrsdirektion (BVD) am Dienstag in einer Mitteilung schrieb. Der Fluss kann dort auch eine neue Auenlandschaft bilden. 

Der Damm soll das Umland künftig vor einem Hochwasser schützen, wie es statistisch gesehen nur alle 100 Jahre vorkommt. Dazu gehört auch die Trinkwasserleitung des Wasserverbunds Region Bern, die hinter den Damm verlegt wurde. 

Die neue Flusslandschaft ist für Natur und Mensch ein Gewinn, erklärt Jürg Stückelberger, zuständiger Projektleiter des Berner Tiefbauamts. "Eine kanalisierte Aare, wie sie jetzt ist, ist für die Natur recht monoton. Mit abgeflachten Ufern gibt es auch mehr Möglichkeiten für Fische zum Laichen und es entstehen neue Lebensräume. Es wird allgemein vielfältiger." Die abgeflachten Ufer dürften Brutvögel anziehen und an ihren Rändern ideale Laichgründe für Fische bilden.

Für Spazierende ist am Ufer ein schmaler Trampelpfad entstanden. Landeinwärts verläuft der offizielle Wanderweg. Die Flusspassage wird gemäss BVD auch mit dem Gummiboot gut befahrbar sein.

Der Grosse Rat hatte 2021 knapp 14 Millionen Franken für das Projekt gesprochen. Später erklärte sich der Bund bereit, 80 Prozent der Projektkosten zu übernehmen. Aufgrund guter Bedingungen während der Bauzeit wird das Tiefbauamt den Kredit nicht ausschöpfen. "Bei unserer Endkostenprognose haben wir festgestellt, dass rund elf Millionen Franken wohl reichen werden. Wir hatten das Glück, dass wir während der Bauzeit sehr tiefe Wasserstände hatten", so Jürg Stückelberger. (neo1 / sda)

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