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5. Februar: Heute ist Sirenentest

Die Sirenen bilden nach wie vor das Kernelement im Gesamtsystem zur Alarmierung der Bevölkerung, auch wenn die Behörden heute Meldungen via Internet verbreiten können. Besonders in der Nacht bleibt die "Weckfunktion" der Sirenen zentral. Im Ereignisfall können Sirenen zuverlässig alarmieren, vorausgesetzt, sie funktionieren richtig. Am Mittwoch, 5. Februar 2020 findet deshalb in der ganzen Schweiz der jährliche Sirenentest statt.

In der Schweiz werden ca. 5'000 stationäre Sirenen für den Allgemeinen Alarm betrieben. Rund 600 davon können gleichzeitig für den Wasseralarm eingesetzt werden. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS sorgt in Zusammenarbeit mit Kantonen, Gemeinden und den Betreibern von Stauanlagen dafür, dass die Sirenen auf dem neusten technischen Stand sind und betriebsbereit gehalten werden.

Am 5. Februar 2020 wird in der ganzen Schweiz die Funktionsbereitschaft der Sirenen getestet – sowohl die Sirenen des Allgemeinen Alarms wie auch des Wasseralarms. Die Bevölkerung muss keine Massnahmen ergreifen.
Ausgelöst wird um 13.30 Uhr das Zeichen Allgemeiner Alarm: ein regelmässig auf- und absteigender Heulton von einer Minute Dauer. Wenn nötig, kann der Sirenentest bis 14.00 Uhr weitergeführt werden. Parallel zur ersten Auslösung des Allgemeinen Alarms werden sämtliche Kantone auch über die Alertswiss-Kanäle eine Test-Alarmmeldung verbreiten.

Ab 14.15 Uhr bis spätestens 15.00 Uhr wird in den Nahzonen unterhalb von Stauanlagen das Zeichen Wasseralarm getestet. Es besteht aus zwölf tiefen Dauertönen von je 20 Sekunden in Abständen von je 10 Sekunden.

Immer wieder Anrufe bei der Feuerwehr oder Polizei

Trotz des penetrant-aggresiven Tons, der die Sirene verursacht, wissen manche Leute vielfach nicht um was es geht. Wie der Burgdorfer Feuerwehrkommandant Martin Rutschi gegenüber neo1 bestätigt, rufen immer wieder Leute während des Sirenentests an. Die heute besser isolierten Fenster spielen dabei eine zentrale Rolle und bereiten Sorgen: "Es haben schon Leute angerufen, die die Sirene nicht gut und laut gehört haben. Dies ist auf die gute Isolationen der Fenster zurückzuführen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass so viel wie möglich darüber informiert wird", so Rutschi. Dabei empfiehtl der Feuerwehrkommandant, Radio zu hören oder die neue Smartphone-App Alert-Swiss zu benutzen.

Auch wenn die Medien und auch der Bund im Vorfeld informieren, gibt es noch immer Leute, die nicht realisieren, dass es sich dabei nur um einen Test handelt. Im letzten Jahr haben aus diesem Grund rund 20 Personen auf die Sicherheitszentrale der Kantonspolizei Bern angerufen und nachgefragt.

Was gilt bei einem echten Sirenenalarm?

Wenn der Allgemeine Alarm ausserhalb eines angekündigten Sirenentests ertönt, bedeutet dies, dass eine Gefährdung der Bevölkerung möglich ist. In diesem Fall ist die Bevölkerung aufgefordert, Radio zu hören oder sich über die Alertswiss-Kanäle zu informieren, die Anweisungen der Behörden zu befolgen und die Nachbarn zu informieren.

Der Wasseralarm bedeutet, dass eine unmittelbare Gefährdung unterhalb einer Stauanlage besteht. In diesem Fall ist die Bevölkerung aufgefordert, das gefährdete Gebiet sofort zu verlassen. Mit Merkblättern wird die Bevölkerung in den betroffenen Gebieten bereits vorgängig über den Wasseralarm allgemein und besonders über die vor Ort gegebenen Fluchtmöglichkeiten informiert.

Weitere Hinweise und Verhaltensempfehlungen finden sich auf der Website des BABS, auf der Alertswiss-Website sowie im Teletext der SRG-Sender, Seiten 680 und 681.

Die Sirene als zentraler Teil eines Gesamtsystems zur Alarmierung

Gemeinsam mit den Kantonen und weiteren Partnern hat das BABS unter dem Begriff Polyalert ein System zur Fernsteuerung der Sirenen eingeführt. Alle stationären Sirenen sind daran angeschlossen. Polyalert wurde in den letzten Jahren zu einem Kernsystem für die Alarmierung und Ereignisinformation weiterentwickelt. Die Alertswiss-App und -Website, die SRG-Radiosender sowie die Twitter-Konten der Nutzerorganisationen sind direkt an Polyalert angehängt. Damit können die Behörden gleichzeitig auf mehreren Kanälen Meldungen erfassen, redigieren und auslösen.

Generell erfolgt nach der Alarmierung mit Sirenen immer eine Information in den ersten Programmen der SRG-Radio-Senderketten (SRF, RTS, RSI). Alertswiss erweitert das Instrumentarium im Bereich der Ereigniskommunikation: Nach einem Ereignis kann über die gleichen Kanäle weiter informiert werden, und dank Meldungsstufen (Alarm, Warnungen und Informationen) kann auch bei kleineren Ereignissen wie beispielsweise verschmutztem Trinkwasser in einer Gemeinde schnell und zielgruppengerecht informiert werden, ohne gleichzeitig einen Sirenenalarm auszulösen

Die Alertswiss-App gibt es kostenlos für Android- und für iOS-Systeme. Sie ist downloadbar im Google Play Store und im App Store von Apple. (pd)

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