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| Wirtschaft

495 Steuersünder im Kanton Luzern zeigen sich selbst an

sda. Die Zahl der reuigen Steuersünder, die sich im Kanton Luzern selber angezeigt haben, ist im vergangenen Jahr um 74 auf 495 gestiegen. Die Einnahmen, die dem Fiskus daraus entstanden, sind dagegen gesunken.

Aus den Verfahren resultierte 2017 ein Gesamtsteuerertrag von rund 15,5 Millionen Franken, wie die kantonale Dienststelle Steuern am Donnerstag mitteilte. Davon gehen 3,7 Millionen Franken an den Bund und 11,8 Millionen Franken an Kanton und Gemeinden. Das ist zwar mehr als im Durchschnitt der Jahre 2010 bis 2016, aber insgesamt 800'000 Franken weniger als im Vorjahr.

Es seien mehr Gesuche eingereicht und bearbeitet worden. Auffällig viele Fälle betrafen ausländische Geldkonten oder ausländische Liegenschaften. Bei der Meldung dieser Fälle dürfte die Einführung des automatischen Informationsaustauschs (AIA) eine Rolle gespielt haben.

Denn ab 2018 informieren erstmals rückwirkend für das Kalenderjahr 2017 ausländische Steuerbehörden die Schweiz. Sobald eine schweizerische Steuerbehörde im Besitz einer Meldung ist, kann vom Instrument der straflosen Selbstanzeige nicht mehr Gebrauch gemacht werden.

Die meisten Selbstanzeigen betrafen wie in den Vorjahren natürliche Personen. Sie meldeten etwa nicht angegebene Nebenbeschäftigungen oder Renten und Vermögen sowie Erträge aus nicht deklarierten Wertschriften, Konten oder Liegenschaften.

Die Möglichkeit der straflosen Selbstanzeige war 2010 eingeführt worden: Einmal im Leben können sich Steuerhinterzieher selbst anzeigen, ohne eine Strafe fürchten zu müssen. Sie müssen allerdings die Steuern für die vergangenen zehn Jahre inklusive Verzugszins nachzahlen.

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