"2025 ist ein überdurchschnittliches Erntejahr" (Symbolbild neo1)
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2025 ist ein überdurchschnittliches Kartoffel-Erntejahr - das hat Folgen
Keine schöne Form, Drahtwürmer oder andere Mängel. Immer wieder bleiben Kartoffelproduzenten auf ihrer Ware sitzen. So ist es auch dieses Jahr wieder, wie Aufrufe in den sozialen Medien zeigen. Darin versuchen Produzenten, ihre Kartoffeln vor der Entsorgung zu retten.
Das Problem liegt aber nicht an der Qualität, sondern an der Menge. Das sagt Ruedi Fischer aus Bätterkinden. Er war bis im Februar Präsident der Schweizer Kartoffelproduzenten und baut auf seinem Betrieb selbst Kartoffeln an. "Wir bleiben nicht auf den Kartoffeln sitzen. Ende 2024 wurden Verträge mit den Abnehmenden abgeschlossen und an diese halten sie sich meines wissens auch. Aktuell beschäftigen gewisse Lieferengpässe. Ansonsten gibt es in diesem Jahr eine überdurchschnittlich grosse Ernte. Dies führt zu Übermengen, was man nicht einkalkulieren konnte." Weil es in diesem Jahr besonders viele Kartoffeln gebe, seien auch die Übernahmebedingungen der Abnehmer strenger als in Jahren mit kleineren Ernten. Die Situation sei für die Produzenten alles andere als erfreulich. Die Freude über die grosse Ernte verfliege schnell und das sei verständlich, sagt Fischer.
Ganz abschreiben will er die diesjährige Ernte aber noch nicht. Das Wetter könne durchaus noch eine Rolle spielen. Für die Posten, bei denen bereits klar ist, dass sie nicht verkauft werden können, können sich die Produzenten beim sogenannten Verwertungsfonds melden. Von dort gibt es dann eine Entschädigung, erklärt Ruedi Fischer weiter.
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