Wohn- und Pflegeheim Utzigen (Bild: zvg.)
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150 Jahre Wohn- und Pflegeheim Utzigen
Das Wohn- und Pflegeheim im Schloss Utzigen blickt auf eine schwierige Vergangenheit zurück. Zum 150-Jahr-Jubiläum schaut der Betrieb nicht nur nach vorn, sondern setzt sich auch mit seiner Geschichte auseinander.
Etwas abseits, mitten im Grünen mit bester Aussicht steht das Schloss Utzigen. Es wirkt heute idyllisch, die Lage jedoch war einst bewusst so gewählt. Als Heim gebaut, sollte die sogenannte „Anstalt“ möglichst weit vom Dorf entfernt sein.
Menschen mit Beeinträchtigungen, Alkoholsüchtige, Schlägertypen, arme und alte Leute: Sie alle waren unfreiwillig auf dem Schlossgut. 1875 wurde dort eine oberländische Armenverpflegungsanstalt eingerichtet. Noch heute ist der Begriff "Anstalt" in der Gemeinde präsent, wie Geschäftsleiter Thomas Stettler erklärt. "Das hat die Leute in der Umgebung geprägt."
Heute beschreibt sich das Wohn- und Pflegeheim Utzigen als "modernes Kompetenzzentrum für Langzeitpflege sowie ein regionaler Anbieter von Wohnlösungen für erwachsene Menschen mit Beeinträchtigungen."
"Besonderer Standort"
Geschäftsleiter Thomas Stettler ist seit zwölf Jahren im Amt und verbindet mit dem Heim trotz aller Herausforderungen auch viele schöne Momente. Denn der Standort Schloss Utzigen sei besonders. Nicht nur für die Bewohnerinnen und Bewohner, sondern auch für die Mitarbeitenden. "Viele von ihnen kommen gerne hierher zur Arbeit auch wegen der Atmosphäre", so Stettler. Doch der Geschäftsleiter betont auch, dass die Pflegeberufe ein Knochenjob bleiben. Deshalb ist auch bei ihnen der Personalmangel ein Dauerthema.
Dennoch: Zum runden Jubiläum feiert das Wohn- und Pflegeheim am Samstag, 14. Juni bei bestem Wetter ein grosses Sommerfest. Mit Zuversicht und einem wachen Blick für ihre Geschichte, will Thomas Stettler fortschrittlich in die Zukunft gehen.
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