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| Wochengespräch

Zwischen Medaillen und Enttäuschung - Leichtathletiktrainer Adrian Rothenbühler

Einen ganzen Medaillensatz und eine grosse Enttäuschung. Der Rüegsauschacher Leichtathletiktrainer Adrian Rothenbühler erlebte bei den European Championships in München eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Einerseits war da der Medaillenregen der Kambundji-Schwestern Mujinga und Ditaji und andererseits war da das Scheitern der Sprint-Staffel der Frauen über die 4x100 Meter. 

"Die Dinge die schief gehen, gehen mir mehr an die Substanz als diese, worüber ich mich freuen könnte", erklärt Adrian Rothenbühler. Der Rüegsauschacher hatte nach dem Ausscheiden der Sprintstaffel zu kämpfen. "Vor allem für die Fans hat es mir leid getan. Die Erwartungen waren hoch und wir konnten nicht liefern." Rothenbühler gibt sich selbstkritisch. "Durch die laufenden Wechsel und die Integration der jungen Athletinnen brachten wir nie wirklich eine Konstanz hin. Vielleicht habe ich das ganze etwas unterschätzt. Es gilt nun diese Dinge ende Jahr zu analysieren."

Fokus behalten

Trotz der herben Enttäuschung mit der Sprintstaffel musste Adrian Rothenbühler den Fokus behalten. Nach diesem Wettkampf stand auch noch die Entscheidung über 100 Meter Hürden mit Ditaji Kambundji auf dem Programm. "Ich musste dies verarbeiten und durfte das negative Erlebnis nicht in die Zusammenarbeit mit Ditaji transferieren. Dies war sicherlich nicht so einfach. Dennoch ist es ein Prozess, welchen man als Trainer durchleben muss." Und es gelang: Ditaji Kambundji schaffte es über die 100 Meter Hürden auf den dritten Platz und sicherte sich EM-Bronze. Ihre Schwester Mujinga holte bereits zuvor Gold über 200 Meter und Silber über 100 Meter. 

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