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The Cavers - Now Swim

Now Swim – das Debütalbum der Langenthaler Indie-Folker The Cavers kann dein Rettungsring sein, wenn es das sein soll.

Unter Einbezug der Tatsache, dass Unsicherheiten subjektive Empfindungen sind, sind neun Songs entstanden, die sich mit ebendiesen Unsicherheiten auseinandersetzen wollen. Wiederkehrend ist dabei das Element Wasser, das in seiner Form mehrere und sich zum Teil ausschliessende Funktionen haben kann.

Man findet darin eine Widersprüchlichkeit, die wir Menschen oft nicht akzeptieren wollen, aber sehr wohl Teil unseres Lebens ist. Abgesehen davon, dass es Wasser zur Erzeugung von Leben braucht, kann Wasser stets auch Leben verhindern, einschränken, trennen. Wasser kann Erbautes zerstören, wie Regen eine Sandburg. Man kann sich auch im Wasser verlieren, sich darin erschöpfen, bis einem der Atem ausgeht. Wasser in Form von Regentropfen kann Augenblicke vergrössern, Lichter verformen und biegen und somit neue Perspektiven aufzeigen. Von Wasser kann man sich tragen lassen, man kann sich treiben lassen, man kann abtauchen und darin die Stille suchen.

Vielen stand das Wasser in den letzten Jahren jedoch bis zum Hals und der Druck auf der Brust erschwerte das Atmen. Die Gründe dafür sind so vielseitig wie die Formen des Wassers. Auch hier gab es positive und negative Ausführungen, manchmal traten diese zeitgleich auf oder gestaffelt, was zu einem steten Auf und Ab führte, wie die Wogen des Meeres. An Now Swim kann man sich festhalten, wenn man fürchtet unterzugehen – muss man aber nicht.

«Durch die unkonventionelle Art des Songwritings hat jeder einzelne Song viel mehr Hingabe und Zeit genossen, als wenn wir sie nur im Proberaum geschrieben hätten», meint Alan. Und so ist Now Swim nicht nur einfach das nächste Projekt, sondern eben auch ein Zeitdokument von einem Leben in Isolation und der Sehnsucht, trotzdem in Verbindung mit der Aussenwelt zu bleiben. So sei Musikschaffen für die beiden Köpfe von The Cavers immer auch «gemeinsames Schaffen», wodurch das Miteinander immer mitgedacht wird.

Dadurch kann ich ein Stück von mir in die Welt setzen und schauen, was andere damit machen. Ich kann aber auch ein Stück von mir loswerden und darf auch nur mal zusehen, was damit passiert. – Patrick

Now Swim verarbeitet nicht nur eine äusserst merkwürdige Zeit, es ist auch ein Dokument der Hoffnung: «Ich will wieder diese gemeinsamen Erlebnisse, bei denen man sich an einem Wochenende unter netten, interessanten Menschen an einem Ort findet, den man sonst nie gesehen hätte.», so Alan.

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