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"Ein Kratzer auf dem Ziffernblatt kann mehrere tausend Franken kosten"

Andreas Bilsing ist seit fast 20 Jahren Uhrmacher und im Moment der Einzige im Berner Oberland, der die höchste Zertifizierung für Omega Uhren hat und diese auch revidieren darf. Er liebt die Abwechslung zwischen der Arbeit in der Werkstatt und dem Kontakt mit den Kunden, bei individuellen Beratungen. 

Im Obergeschoss der Bijouterie Bleuer im Thuner Bälliz ist die Werkstatt von Andreas Bilsing. Als Uhrenmacher hat er jenste Aufträge, vom Batterien wechseln über Dichtungskontrollen bis zu regelmässigen Wartungen. Häufig kommen aber auch Kunden mit alten Uhren und bitten um Hilfe. Bei diversen Modellen gibt es längst keine Ersatzteile mehr. Aber das Lager von Andreas Bilsing ist gross und es gibt immer wieder Momente, in denen er doch helfen kann. "Es ist die schönste Freude, wenn ich ein seltenes Ersatzteil habe oder organisieren kann, dem Kunden dann die reparierte Uhr zurückgeben und mich mit ihm freuen kann", strahlt Andreas Bilsing übers ganze Gesicht. Uhren sind häufig auch von sentimentalem Wert, da sie bereits lange in der Familie sind. Auch Standuhren oder Taschenuhren kann Andreas noch flicken.

Die Ausbildung zum Uhrenmacher dauert vier Jahre. Schritt für Schritt wird dabei jeder einzelne Service gelernt und die Schwierigkeit laufend erhöht. Laurin Flückiger hat diesen Sommer seine Ausbildung abgeschlossen. "Im ersten Lehrjahr lernten wir, wie die kleinen Teile richtig geschliffen oder mit der Säge geteilt werden", erzählt der frischgebackene Absolvent. Je kleiner die Teile werden, desto schwieriger sind die Reparaturen. "Bereits ein kleiner Kratzer auf dem Ziffernblatt kann je nach Modell mehrere tausend Franken kosten. Auch ein Staubkorn im Uhrwerk kann dieses kaputt machen", ergänzt Andreas Bilsing. Deshalb sei das saubere Arbeiten zentral. Allgemein braucht ein Uhrmacher oder eine Uhrmacherin viel Geduld, eine ruhige Hand und gute Augen.

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