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| neo1 Porträt

Regina Krummenacher, Untersteckholz

"Wäre ich auf einem Bauernhof aufgewachsen, hätte ich wahrscheinlich Landwirtin gelernt." Regina Krummenacher ist 26 Jahre alt und wohnt seit nun sechs Jahren mit ihrem Freund auf dessen Bauernhof in Untersteckholz im Oberaargau. Sie hat Schneiderin gelernt und sich zur Trachtenschneiderin weitergebildet. Regina versucht die richtige Balance zwischen den Aufträgen in ihrem eigenen Atelier und dem Arbeiten auf dem Hof zu finden.

Als jüngste von drei Kindern ist Regina in Eriswil in einem typischen Quartier aufgewachsen. Ihre Eltern kommen aus dem Kanton Luzern. Sie liebt das Landleben und könnte sich ein Zuhause in der Stadt kaum vorstellen. "Ich finde es schön, wenn es nach Gülle stinkt. Dann weiss man, dass bald der Frühling kommt und es wieder nach Heu riecht", lacht Regina im Interview. 

Bereits als Kind haben sie die Trachten der Ehrendamen, im Jodlerchor ihres Vaters, beeindruckt. Im Trachten Tanzen hatte Regina dann als Kind ihre erste Tracht an. Dies hat den Weg geebnet für die Weiterbildung zur Trachtenschneiderin, nach der eigentlichen Ausbildung zur Bekleidungsgestalterin, wie der Beruf Schneiderin neu heisst. Im Oberen Stock des Bauernhauses hat Regina ihr eigenes Atelier und kann sich im Moment vor Aufträgen kaum retten. Es gibt nur 30 Trachtenschneiderinnen im Kanton Bern und die meisten werden bald pensioniert. 

Der grösste Wunsch von Regina Krummenacher ist es, mit ihrem Freund das Bestmögliche aus dem kleinen Hof in Untersteckholz herauszuholen. Deshalb will sie in Zukunft etwas mehr auf dem Hof arbeiten. Aber auch das Nähen wird sie wohl nie ganz loslassen.

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