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| Abstimmungen

Die AHV-Reform: Gründe dafür und dagegen

Die finanzielle Stabilität der AHV ist in Gefahr, weil viele Menschen gleichzeitig das Rentenalter erreichen und die Lebenserwartung steigt. Im Vergleich sind aber weniger Leute als früher arbeitstätig. Die Einnahmen der AHV reichen in wenigen Jahren nicht mehr aus, um alle Renten zu finanzieren. Am 25. September entscheidet sich die Schweizer Stimmbevölkerung für oder gegen die AHV-Reform, die der Bundesrat vorschlägt.

Die Reform zur Stabilisierung der AHV soll die Renten der AHV für die nächsten rund zehn Jahre sichern. Dies mit mehreren Änderungen:

-Es soll ein einheitliches Rentenalter von 65 Jahren für Frauen und Männer gelten. 
-Es soll möglich sein, den Übergang in den Ruhestand zwischen 63 und 70 frei zu wählen. Die volle Rente gäbe es ab 65 Jahren, wer länger arbeitet erhält später auch mehr Geld.
-Zusätzlich soll die Mehrwertsteuer zu Gunsten der AHV höher werden. Sie soll von 7.7 auf 8.1 Prozent steigen. Der reduzierte Steuersatz wird von 2,5 auf
2,6 Prozent erhöht.

Argumente dagegen

Das Referendumskommitee kritisiert an der Vorlage, dass so auf Kosten der Frauen gespart wird. Diese müssten länger arbeiten als jetzt und würden so ein Jahr weniger Rente erhalten. Dies obwohl Frauen im Moment ein Drittel weniger Lohn erhalten als Männer. Diese Rentenlücke entsteht, weil sich immer noch hauptsächlich Frauen um Kinder oder pflegebedürftige Eltern kümmern, darum Teilzeit arbeiten und so nach der Pensionierung weniger Geld erhalten. Auch die höhere Mehrwertsteuer wird nicht begrüsst. Die Preise würden im Moment allgemein steigen. Es sei nicht logisch, dass alle mehr zahlen und am Schluss ein Teil der Bevölkerung auf Geld verzichten muss. 

Argumente dafür

Die Befürworter:innen sagen: Die Reform ist dringen nötig. Es müsse jetzt etwas geschehen, damit die AHV in den nächsten Jahren funktioniert. Das sei auch fair: die Leute, die bis jetzt in die AHV eingezahlt haben sollen auch Geld erhalten, wenn sie pensioniert werden. Das flexible Rentenalter mache es möglich, dass alle entscheiden können, wann zwischen 63 und 70 Jahren sie aufhören wollen zu arbeiten. Weiter sagen die Befürworter:innen, das heutige System, bei welchem Frauen ein Jahr eher pensioniert werden, basiere auf einem veralteten Rollenbild. Dadurch, dass nach der AHV-Reform Frauen und Männer gleich lang arbeiten würden, sei die AHV moderner. Dazu gäbe es für Frauen mit Jahrgang zwischen 1960 und 1968 eine Entschädigung dafür, dass sie länger arbeiten müssen. 

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