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| Wochengespräch

Ein Jahr nach Annahme der Pflegeinitiative schlägt die Unia Alarm

Vor einem Jahr hat das Schweizer Stimmvolk die Pflege-Initiative mit einem Ja-Anteil von 61 Prozent bestätigt. Viel passiert ist seither jedoch nicht, das Bündnis Gesundheitspersonal mit der Gewerkschaft Unia schlägt deshalb Alarm. Die politischen Wege seien zu zögerlich, mit einer Aktion auf dem Bundesplatz soll darauf aufmerksam gemacht werden.

Trotz Annahme der Initiative Ende November 2021 verlassen noch immer 300 Pflegende pro Monat ihren Beruf, so der Aufruf der Pflegeaktion. "Wir haben fünf Kernforderungen", erklärt Samuel Burri, Leiter vom Bereich Pflege und Betreuung bei der Unia. "Im Grundsatz braucht es mehr Lohn, dies ist aber nicht ovn heute auf morgen möglich, daher die Forderungen. Einerseits soll beim Lohn und der Arbeitszeit etwas gehen, andererseits sind die Zulagen, die Ferien und auch die Kinderbetreuung Thema." 

Politische Prozesse sorgen für Verzögerungen

Erste Schritte sind seien seit der Annahme der Pflege-Initiative zwar passiert, diese haben sich aber noch nicht wirklich konsequent auf die Arbeitsbedingungen ausgewirkt. "Der Bundesrat hat bereits letztes Jahr Massnahmen definiert. Es hapert jedoch mit den politischen Prozessen. "Die verschiedenen Beteiligten, wie Bund und Kantone schieben einander die Verantwortung zu und dies sorgt für Verzögerungen", erklärt Burri.

Zeit zu reagieren

Mit der Aktion auf dem Bund soll der Politik die Augen geöffnet werden. "Wir wollen aufzeigen, dass es eigentlich bereits fünf nach Zwölf ist. Es braucht im nächsten Jahr vom Bund und Kanton entschlossene Handlungen zugunsten der Pflege. Nur so kann die Versorgungssicherheit weiterhin gewährleistet werden", fügt Samuel Burri an.

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