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| neo1 Porträt

"Angst und Respekt gehört beim Klippenspringen dazu", Andy Hulliger aus Heimberg.

Von 16 und 20 Metern springen Turm- und Klippenspringer ins Wasser. High Diving, so der Fachbegriff für diese Sportart. Auch Andy Hulliger aus Heimberg hat bereits als Kind die Faszination vom Wasserspringen entdeckt. Sie hat ihn nicht mehr losgelassen. 

Bei den Schweizermeisterschaften im Turm- und Klippenspringen treffen wir Andy Hulliger im Strandbad in Thun. Dort ist er aufgewachsen und hat seine ersten Berührungen mit dem Springen gemacht. "Ich war früher im Kunstturnen. Die akrobatischen Elemente kommen dem Turmspringen sehr nahe. Und dann habe ich die Springer beobachtet und es hat mich gepackt", erzählt Andy Hulliger. Er ist Mitgründer des Vereins "Infinte Drop" welcher Wettkämpfe organisiert und sich darum kümmert, dass die Sportart nicht ausstirbt. 

Der 37-Jährige springt seit vielen Jahren und ist bereits um die halbe Welt gereist um die schönsten Klippen zu finden. "Aber die schönste ist nicht weit. Im Tessin im Maggiatal. Das kristallklare Wasser und die weissen Felsen haben es mir angetan", grinst Andy Hulliger.

Turm- und Klippenspringen muss gut trainiert werden. "Wir klettern nicht einfach mal hoch und springen runter", beschwichtigt Andy. Der Absprung wird einzeln trainiert. Danach das Element in der Luft und zum Schluss das Eintauchen in das Wasser. "Wenn wir von 20 Metern Höhe springen, prallen wir mit 75 km/h auf die Wasseroberfläche", so Andy im Gespräch mit neo1. Am  häufigsten kommen Adduktoren-Verletzungen vor, wenn es den Springern die Beine auseinander reisst. Bei einem falschen Aufprall kann es auch innere Verletzungen geben. "Wir sind gut trainiert und haben selten Verletzungen. Aber es gibt es leider oft, dass Passanten das Springen unterschätzen, denken sie können das auch und sich dann verletzen."

Das Adrenalin beim Absprung, die regelmässige Überwindung und das Glücksgefühl am Schluss, das fasziniert Andy Hulliger aus Heimberg am Turm- und Klippenspringen. Seit er eine kleine Tochter hat, springt er mit weniger Risiko. "Nicht nur darum, auch weil ich weniger trainiere. Meine Work-Live-Balance hat sich etwas verschoben", schmunzelt Andy.

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