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| Abstimmungen

Steffisburg will mit Schul-, Kultur- und Sportanlage Schönau in die Zukunft investieren

In Steffisburg besteht ein grosser, zusätzlicher Bedarf an Freianlagen wie zum Beispiel Rasenspielfelder und Sporthallen. Die bestehende Sportinfrastruktur ist weder für den Schulbetrieb noch für den Vereinssport ausreichend. Der gesetzliche Auftrag für den obligatorischen Sportunterricht kann nicht mehr vollumfänglich erfüllt werden. Nach einer Studie, die vor rund 8 Jahren durchgeführt wurde, liegt nun ein knapp 21 Millionen-Projekt zur Abstimmung vor.

Der Gemeinderat hat 2014 gemeinsam mit einem Sport-Consulting-Büro in Zusammenarbeit mit einer Kommission, bestehend aus Verwaltungs-, Bildungs- und Vereinsvertretern, das Konzept "Freianlagen und Sporthallen" ausgearbeitet. Die Analyse bestätigte den Bedarf an zusätzlicher Sportinfrastruktur für die Schulen und Vereine. Es fehlen Halleneinheiten, normgerechte und wettspielfähige Spielfelder, sprich Rasen oder Kunstrasen sowieLeichtathletikanlagen. Anhand mehrerer Kriterien stellte sich der Standort Schönau mit seiner vorhandenen Infrastruktur als bester Standort heraus.

Die Umsetzung des Konzepts beansprucht Landflächen, die neueingezont werden mussten. "Der Einzonung und der Änderung der baurechtlichen Grundordnung stimmten die Stimmberechtigten im Rahmen der Gemeindeabstimmung am 26. November 2017 zu. Schon da zeigte sich eine positive Grundhaltung dem Projekt gegenüber", sagt der zuständige Gemeinderat Christian Gerber im Interview mit neo1.

Mit einem Planungswettbewerb wurde dann das Projekt der Rykart Architekten AG zum Sieger auserkoren. Die nachhaltige Bauweise ist ein zentrales Thema bei der Umsetzung der Schul,- Kultur- und Sportanlage. Der Fokus der nachhaltigen Bauweise liegt auf der Reduktion des CO2-Ausstosses bei der Erstellung, im Betrieb und der Mobilität der Dreifachhalle. "Das oberirdische Bauvolumen wird in Holzbauweise grösstenteils aus gemeindeeigenem Holz und Holz der Burgergemeinde Steffisburg gebaut", sagt Gerber. "So ersparen wir uns lange Transportwege."

Die grosse Dachfläche der Sporthalle bietet zudem Platz für eine Photovoltaikanlage, dessen Realisierung erfolgt. Die Finanzierung der Photovoltaikanlage ist im vorliegenden Kredit nicht enthalten. Das Gesamtareal mit der neuen Sporthalle wird an das Fernwärmenetz angeschlossen.

"Natürlich sind rund 21 Millionen Franken viel Geld", sagt Christian Gerber. Aber die Anlage sei eben mehr als nur eine Turnhalle. Der polyvalent nutzbare Allwetterplatz zwischen Turnhalle und Sportplatz ist vielfältig nutzbar. "Dazu kommt eine Einstellhalle in Kombination mit einer Zivilschutzanlage." Diese befindet sich im zweiten Untergeschoss. Auf dem darüber liegenden ersten Untergeschoss organisiert sich die Sporthalle mit den dazu dienenden Nebenräumen.

"Dazu können wir mit den Zuschauertribünen einen Mehrwert für allerlei Anlässe bieten." Die Kosten für den Neubau der Halle mit Mehrzwecknutzungsmöglichkeit belaufen sich auf 20’940’000 Franken. Christian Gerber betont: "In Anbetracht der aktuellen globalen Krisen wie die Corona-Pandemie und der Ukraine-Krieg ist eine verbindliche Preisentwicklung sowie dieTeuerung schwer abschätzbar und kaum berechenbar. Daher ist eine nachträgliche Erhöhung des Verpflichtungskredits in Form eines Nachkredits nicht ausgeschlossen."

UnterBerücksichtigung der Förderbeiträge belaufen sich die Nettokosten für die Gemeinde Steffisburg noch auf 19’490’000 Franken. "DieStimmberechtigten müssen aus finanztechnischen Gründen aber einen Bruttokredit über die volle Summe bewilligen." Eine gewisse Neuverschuldung sei vertretbar, aber weitere Massnahmen zur Sicherstellung der Selbstfinanzierung und zur Finanzierung der notwendigen Investitionen, sprich eine Steuererhöhung oder Sparmassnahmen, könne nicht ausgeschlossen werden, konkretisiert Gerber.  

Mit dem Bau soll unter Vorbehalt der Baubewilligung im Jahr 2023 gestartet werden. Das Bauende erfolgt im besten Fall per Ende 2024.

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