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Reportage aus dem Tierheim

Bereits seit 1844 setzt sich der Berner Tierschutz für das Wohl von Tieren ein. Die aus Mitgliederbeiträgen und Spenden finanzierte Vereinigung betreibt als Hauptaktivität das Tierheim in Oberbottigen, welches ausschliesslich herrenlose Tiere aufnimmt. Dort werden alle abgegebenen, verloren gegangenen, ausgesetzten und beschlagnahmten Tiere aufgenommen, medizinisch versorgt und von Fachleuten gepflegt, um sie dann wieder an neue und gute Plätze zu vermitteln.

Im Tierheim Oberbottigen warten viele Katzen, Hunde, aber auch Kleintiere wie Kaninchen, Meerschweinchen oder Vögel auf ein neues Plätzchen. Durch die Pandemie spürt die Leiterin des Tierheims, Therese Beutler, einen deutlichen Anstieg an abgegebenen Tieren. «Ich wünsche mir, dass Menschen immer gut überlegen, ob sie wirklich ein Haustier kaufen wollen. Nicht das es nach ein paar Wochen schon «überflüssig» ist», sagt sie beim Besuch von neo1. Als Tierpflegerin im Tierheim habe man immer wieder mit schwierigen Situationen und Schicksalsschläge zu kämpfen, wenn zum Beispiel aus einen Tierschutzfall etliche verwahrloste Tiere im Heim landen. «Schlimm ist es vor allem dann, wenn man mit einem Tier alles versucht um ihm zu helfen, sich dann aber dafür entscheiden muss, es einschläfern zu lassen», ergänzt Therese Beutler mit feuchten Augen. In solchen Situationen helfe ihnen das ganze Team vom Tierheim Oberbottigen und die schönen Momente, wenn ein Jungtier geboren wird oder ein Tier sichtbar glücklich im neuen Zuhause ist.

Das Gebäude in Oberbottigen platzt aus allen Nähten, jede kleine Ecke wird genutzt. Nach über zwanzig Jahren konnte nun der Traum eines neuen Tierheims umgesetzt werden. Dank einem klaren Ja der Stimmberechtigten Bern zur Überbauungsordnung des Geländes in der Eymatt 2018 und der erteilten Baubewilligung konnte mit dem Bau begonnen werden. Bereits in den nächsten Wochen kann das neue Tierheim in der Eymatt bezogen werden. Dies soll sowohl für Tier aber auch Personal den Alltag vereinfachen und verschönern.

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