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| Wochengespräch

Herzogenbuchsee: Markus Loosli hat noch nicht genug

Frisch in den Gemeinderat wiedergewählt, ein Parteiwechsel hinter sich und dies in einer Gemeinde, die grosse Pläne hat. Markus Loosli ist Gemeindepräsident von Herzogenbuchsee. Eindrücke zum Wechsel von der FDP zur GLP, zur angepassten Gemeindeordnung und zu den Plänen der Gemeinde gibt Markus Loosli im neo1 Wochengespräch preis.

"Die Vorstellungen der Gemeindeentwicklungen sind zwischen der FDP und mir auseinandergeklafft", erklärt Loosli den Parteiwechsel. "Ich wurde schon seit längerer Zeit von diversen Leuten gefragt, wie das noch funktioniere. Und dann kam der Punkt, an dem ich sagen musste, wir sind so verschieden und es macht keinen Sinn mehr." Das Liberale ist Markus Loosli wichtig. Deshalb, der Wechsel zur GLP. "Ich habe mich immer als liberaldenkender gefühlt und das heisst offen auf alle Seiten und möglichst wenige Einschränkungen. Gründ und nachhaltig ist mir ein anliegen, seitdem ich mich politisch interessiere."

Intensiver Wahlkampf, der sich auszahlte

"Es war viel spannender als viele Wahlen zuvor. Seit Ende Juni bin ich bei der GLP, wir haben dort alles gegeben. Dort haben wir wirklich alles gegeben, es war zwar alles ein wenig auf den letzten Drücker logischerweise und brauchte nerven. Es packten aber alle mit Freude an und sind nun glücklich über die beiden Plätze im Gemeinderat", erklärt Loosli. "Es war bereits eine gute Zeit und dies stimmt mich zuversichtlich, dass es auch weiterhin gut wird."

Motivation im Präsidium zu bleiben

Markus Loosli will auch weiterhin Gemeindepräsident bleiben. "Wir haben riesen Projekte und dazu habe ich ein grosses Vorwissen und kenne die Akteure." Der amtierende Präsident schätzt seine Chancen als gut ein. "Wir werden Ende Oktober wissen, ob sich sonst noch jemand zur Verfügung stellen wird. Ich würde mich sicherlich freuen, wenn ich eine weitere Legislatur im Amt bleiben kann." Möglich macht dies die angepasste Gemeindeordnung. Statt wie eigentlich drei Amtszeiten sind in Herzogenbuchsee neu vier Amtszeiten möglich. "Ich wurde von verschiedensten Seiten angegangen, dass ich noch eine weitere Amtszeit machen soll. Mein Plan war eigentlich ein anderer. In diesem Monat werde ich 64 und habe Fernwanderungen geplant. Da die Projekte, namentlich Schulraumplanung und Bahnhof West, sind alles andere als abgerundet. Ich möchte diese abgerundeter an eine mögliche Nachfolge abgeben."

Ambitionierte Pläne für Gemeinde

Herzogenbuchsee hat eine ausgeprägte Zentrumsfunktion und ist gewillt, diese auch weiterhin wahrzunehmen, so Loosli. "Wir haben mehr Zupendler als Wegpendler, das heisst, die Arbeitsplätze aus Herzogenbuchsee sind wichtig für umliegende Gemeinden. Denn es ist bekannt, wenn der Arbeitsweg zu lange ist, zieht man schneller weg. Damit dies so bleibt, müssen wir uns tagtäglich einsetzen. Dazu soll auch neues entstehen, wie zum Beispiel mit dem neuen Quartier Bahnhof West." Das Projekt komme grundsätzlich gut an, ergänzt der Buchser Gemeindepräsident. "Die 80 Eingaben bei der Mitwirkung zeigen es, dass Interesse ist da. Unsere Infoanlässe waren gut besucht und auch die Sprechstunden waren gefragt. Die Hinweise aus der Bevölkerung waren wertvoll. Natürlich gibt es kritische Stimmen, aber der Grundtenor ist positiv."

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