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| Wochengespräch

Hubert Schacher: "Überregionale Tourismusprojekte haben Potential"

Er realisiert als Huttu-Macher Projekte um Huttwil gemeinsam mit der Bevölkerung attraktiver und lebendiger zu machen. Gleichzeitig arbeitet er am Projekt Perlenkette Emme mit, welches die Emme mit verschiedenen Angeboten und Aktivitäten in Szene setzt. Hubert Schacher ist Geograf und hilft, die Region weiter zu entwickeln. Warum dabei häufig Themenwege entstehen und wo das Emmental und der Oberaargau noch Potential haben, erzählt er im neo1-Wochengespräch.

"Bei der Regionalentwicklung geht es eigentlich darum Arbeitsplätze zu schaffen", so Hubert Schacher. Gerade mit dem Projekt Perlenkette Emme soll Ausswärtige nicht nur einmal sondern immer wieder ins Emmental locken. "Es soll ein Weg voller Stationen sein, so dass die Leute mehrere Male im Jahr ins Emmental kommen um eine weitere Perle zu entdecken." Dass viele der Stationen Themenwege sind, habe seine Gründe: "Die Themenwege sind einfacher umzusetzen als zum Beispiel ein Museum aufzubauen. Ausserdem sind Themenwege seit der Pandemie beliebt. Das Wandern wurde beliebter und flexible Angebote für Familie, ohne Eintritt zu bezahlen sind attraktiv", so Geograf und Raumentwickler Hubert Schacher. 

In den Regionen Emmental und Oberaargau stecke aber noch mehr Potential: "Man könnte zum Beispiel mit einem überregionalen Naturpark in einer anderen Liga spielen. So wie etwa die Biosphäre Entlebuch das macht. So könnte eine richtige bandbreite an Angeboten entstehen." Ein Überangebot an touristischen Attraktionen gebe es noch lange nicht. "Ich habe eher das Gefühl, dass es gerade auf Seite der Beherbergung noch Potential gibt. Das Hotel-Angebot und die touristischen Angebote müssen aufeinander abgestimmt sein." Auch wenn die Region stetig weiter entwickelt werde, es werde immer ein sanfter Tourismus bleiben.  

Seit letzten Dezember ist Hubert Schacher Huttu-Macher. In dieser Position ist er die Anlaufstelle für die Bevölkerung und treibt Projekte weiter, die Huttwil attraktiver machen. Diese Stelle hat der Gemeinderat Huttwil unter anderem ins Leben gerufen, weil er den Schlagzeilen zu den Leerwohnungen entgegenwirken wollte. "Der Huttu-Macher kann natürlich nicht leere Räume füllen. Aber er kann das Stedtli attraktiver gestalten. Wir sind gerade dabei den Geschichten- und Sagenweg neu zu gestalten. Es geht darum den Raum neu zu gestalten und auf die Bevölkerung einzugehen", so Hubert Schacher. 

 

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