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Ein intensiver Sommer für die Fischereivereine aus der Region

Der Sommer 2022 war für die Fische tragisch. Ausgetrocknete Gewässer und warmes Wasser bedeuteten für die Tiere Stress oder sogar den Tod. Diese Lage forderte auch die Fischereivereine aus dem Emmental und dem Oberaargau. 

Zuerst eine Flutwelle - dann war die Emme auf einem Abschnitt komplett ausgetrocknet. "Die Situation mit Hochwasser und Niedrigwasser werden zu längerfristigen Schäden an den Gewässerläufen führen. Es wird drei bis fünf Jahre dauern, bis der Fischbestand wieder so ist, wie er im Mai war", erzählt Toni Liechti. Er ist Präsident der Pachtvereinigung Emmental - die Dachorganisation der Fischereivereine im Emmental. Dass die Emme im Eggiwil über eine Woche trocken war, habe es in den letzten 300 Jahren nicht gegeben. Auch die warmen Wassertemperaturen machten im Emmental zu schaffen. Die Mitglieder der Fischereivereine waren gefordert, wurden aufgeboten um Notabfischungen durchzuführen und so die Fische vor dem Tod zu retten. 

Im Oberaargau gab es trotz dem heissen Wetter keine Notabfischungen, so der Präsident vom Fischereiverein Inkwilersee, Adrian Ryf. "Wir hatten kein Fischsterben. Auch wenn es im Inkwilersee Spitzenwerte gab von einer Wassertemperatur von 29 Grad." Der Fischereiverein habe immer wider überprüft, ob genug Sauerstoff vorhanden ist. Bei zu wenig Sauerstoff könne der Verein vorgreifen und wieder frisches Wasser zugeben, damit die Fische überleben. "Wir sind auch in der Pachtvereinigung Oberaargau dabei. Auch dort gab es keine aktiven Tätigkeiten wegen Fischsterben. Wir hatten vereinzelt kleine Fische, die gestorben sind. Das bewegte sich aber in einem kleinen Rahmen", so Adrian Ryf. 
 

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