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| Ä Tag aus

Handwerk und Tradition in einem: Ä Tag aus Örgelibauer

Das Örgeli darf an keinem volkstümlichen Fest fehlen, das urchige Instrument gehört zur Schweiz wie Schokolade oder Uhren. Doch hinter der Tradition steckt viel Handwerk und Aufwand. Ein Örgeli wird aus ca. 3'000-3'500 einzelnen, kleinen Teilchen zusammengebaut. 

"Ich bin der Grübler und nicht der Örgeler", schmunzelt Hans Ulrich Wermuth, Inhaber der Ämmitaler Örgelimanufaktur in Sumiswald. Der gelernte Schreiner führt die Firma seit 2018 und beschäftigt in der Werkstatt drei Mitarbeiter. Dort bauen sie gemeinsam rund 100 Örgeli pro Jahr. Diese bestehen grob aus drei Teilen: Balg (mitte), Bass (links) und Melodie (rechts). Nimmt man das Instrument aber auseinander, dann begegnet man haufenweise einzelnen Teilchen, aus denen es zusammengebaut ist. "Wenn wir alle diese Teilchen haben, dann geht es rund 70 Stunden, bis wir das Örgeli fertig haben", so Wermuth. "Ein Örgeli ist wie ein Zusammensetzspiel". 

Entwicklung und Beliebtheit

Der Boom sei dank Corona wieder etwas angestiegen, erzählt der Inhaber der Örgelimanufaktur in Sumiswald. "Es kamen viele Leute vorbei, die ihre alten Örgeli von der Grossmutter oder dem Grossvater hervor geholt haben. Und man merkt es auch an Musikschulen, die haben fast zu wenig Kapazität, um all den Interessierten Unterricht zu geben." Das älteste Modell, welches Hans Ulrich Wermuth und sein Team je repariert haben, stammt aus dem Jahr 1900. Das Aussehen der Örgeli hat sich seit dieser Zeit kaum verändert, dafür aber die Tonalität und die Einfachheit des Spielens. So sind Örgelibauer auch heute noch bemüht, dem Wandel der Zeit stand zu halten. 

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