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Aron Schmid | High + Low

Einmal am Steuer eines Schiffs stehen, frühmorgens die Post zustellen oder von Grund auf ein Instrument zusammenbauen. Das ist "Ä Tag aus…" bei Radio neo1. In dieser Serie eröffnen sich uns neue Welten und Sichtweisen. Wir lernen spannende Menschen, ihre berufliche Umgebung, Freuden und Herausforderungen kennen.

Reisebegleiterin

Den ganzen Tag lang mit dem Zug von einem Ort zum anderen Reisen gehört zwar zum Job einer Zugbegleiterin, ist aber nicht die Hauptsache.

"Das Wichtigste ist die Sicherheit der Kunden", erzählt die 29-jährige Tamara. Sie arbeitet seit mittlerweile neun Jahren als Zugbegleiterin und hat schon vieles erlebt: "Meistens sind die Leute respektvoll, aber natürlich gibt es Ausnahmen".

Die Emmentalerin nimmt uns mit in ihren Arbeitsalltag und zeigt, dass Ticketkontrollen nicht alles sind: "Am Ende der Zugfahrt spielt es keine Rolle, ob ich von allen Reisegästen einen Fahrschein gesehen habe oder nicht". Viel wichtiger sei der Kontakt mit den Kunden und dieser Teil gefällt ihr besonders gut.


Postbote

Von einem Briefkasten zum nächsten und das ganze gemütlich auf einem Elektroroller. Doch der Beruf eines Postboten bietet weitaus mehr Abwechslung

An einem schönen Sommertag durften wir den Langnauer Postboten Achim Imesch durch seinen Arbeitsalltag begleiten. Nicht nur auf der Verteiltour durch das Dorf, sondern auch bei der Vor- und Nachbearbeitung. "Es ist nicht alles nur Friede, Freude, Eierkuchen und pläuschlen". Denn bevor Achim überhaupt auf Zustellung gehen kann, müssen die Briefe sortiert werden.

Der Arbeitstag beginnt kurz nach sechs Uhr. Die gesamte Post wird in die verschiedenen Zustellbereiche sortiert und dann kommt noch die Feinjustierung. Achim und sein Team legen sich so quasi die Route zurecht. "Damit wir möglichst flüssig vom Start bis zum Ende kommen", sagt der Teamleader gegenüber neo1.

Dann geht es los mit der ersichtlichen Arbeit – Achim füllt den Anhänger mit der zuzustellenden Post und fährt los. Von einem Briefkasten zum nächsten – unterwegs folgen Gespräche: "Es reicht auch einfach mal freundlich Hallo zu sagen", erklärt Achim unterwegs. Diese Abwechslung gefällt ihm sehr gut.

Nach der Zustellungstour folgt die Nachbearbeitung. Warum konnten einige Briefe nicht zugestellt werden? Müssen diese nachgesendet werden? "Das ist eine kurze Sache und dauert meist nicht so lange".


Holz- und Blechblasinstrumentenbauer

Das Musikhaus Hirsiger in Worb flickt, restauriert und verkauft Holz- und Blechblasinstrumente aller Art. Simon Hirsiger hat dieses Jahr das Familienunternehmen von seinem Vater übernommen und uns einen Blick über seine Schulter gewährt.

Jeden Tag vor der Arbeit, in der Mittagspause und manchmal auch noch abends übt Simon Hirsiger mit seiner Posaune im Proberaum unter dem Musikladen und der Werkstatt. So bleibt er fit, für seine Auftritte zum Beispiel mit der Berner Band Troubas Kater.

Der geplante Tagesablauf verschiebt sich meist bereits wenige Minuten nach dem planen. Diese Abwechslung und Flexibilität, die Simon Hirsiger bei der Arbeit braucht, gefallen ihm am besten an seinem Job. Instrumente warten, reparieren und säubern, dazu Kunden bedienen und Instrumente vorstellen. Meist werkelt Simon an mehreren Instrumenten gleichzeitig, lässt Problemen noch etwas mehr Zeit und kann sie später dann lösen. Seine Ungeduld ist nicht immer einfach, bei der Arbeit mit tausenden kleinen Schrauben und Ventilen. "Es hat mir tatsächlich schon einmal alle Nerven ausgerissen", lacht Simon Hirsiger "Aber mit einmal darüber schlafen, habe ich das Problem dann doch noch gelöst."

In der Schweiz gibt es eine direkte Ausbildung zum Holz- und Blechblasinstrumentenbauer. Dass dieses Handwerk einmal aussterben könnte glaubt Simon Hirsiger nicht. "Solange noch Musik gemacht wird, braucht es uns auch, um die Instrumente in Schuss zu halten", so Simon im Interview mit neo1.

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