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Deborah Krähenbühl
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Fasziniert von der härtesten Kampfsportart - Kickboxer Levin Demiral (19) aus Hasle bei Burgdorf

Levin Demiral mit seinen zwei Schweizer-Meister-Gürteln.

Trophäenschrank von Levin Demiral (19).

Levin Demiral (19), ein sehr talentierter Kickboxer aus Hasle-Rüegsau.

Levin Demiral wird nach einem Fight zum Sieger erklärt (bisher: 12 Kämpfe, 10 Siege).

Levin Demiral während eines Kampfes im Kickboxen.

Kickboxen - die grosse Leidenschaft von Levin Demiral.

Es ist die wohl härteste Kampfsportart überhaupt - Kickboxen. Was bei vielen schon Schmerzen beim Hörensagen auslöst, ist für den 19 jährigen Levin Demiral das höchste der Gefühle - der Kampf Mann gegen Mann in einer Sportart, in welcher Schmerzen definitiv zum Alltagsprogramm gehören und in einer Sportart, in welcher unglaubliche Nehmerqualitäten gefragt sind.

Fragt man Levin Demiral (19) aus Hasle bei Burgdorf, was denn einen guten Kickboxer auszeichnet, erklärt der zweifache Schweizermeister: "Es ist vor allem die harte Arbeit, sich klare Ziele zu definieren und zu visualisieren, hungrig zu sein, besser werden zu wollen, Leidenschaft und Disziplin, einen unbändigen Willen, Ehrgeiz und den nötigen Fokus zu haben sowie einfach "Blut, Schweiss und Tränen" für seine Träume zu geben."

Es ist beeindruckend, wie klar und konsequent Levin Demiral seine Ziele verfolgt. Dafür ist er bereit, sehr viel zu geben und auf sehr vieles zu verzichten. "Ich gehe kaum in den Ausgang, das sagt mir nicht mehr so viel. Und wenn, dann trinke ich ein Wasser oder ab und zu mal ein alkoholfreies Bier. Einzig bei Burgern werde ich zum Teil etwas schwach, ansonsten achte ich natürlich auch sehr genau auf meine Ernährung", erklärt der Kickboxer im Interview mit neo1.

Das Tagesprogramm von Levin Demiral ist vollgepackt und zu mehr als 6 bis 7 Stunden Schlaf reicht es oftmals nicht. "Meine Leidenschaft zum Kickboxen hält mich auf den Beinen", meint Levin Demiral, welcher im Sommer 2020 seine KV-Lehre erfolgreich abgeschlossen hat. Gleichzeitig hat er sich im letzten Lehrjahr bereits zum Finanzberater weiterbilden lassen und verfolgt auch beruflich noch das eine oder andere Ziel, auch wenn er anfügt: "Ich möchte dereinst vom Kickboxen leben und meinen Lebensunterhalt damit verdienen können. Daran glaube ich und dies halte ich für absolut realistisch." Aktuell absolviert Levin Demiral auch eine private Berufsmatura, alles andere wird dem Sport untergeordnet.

In der Karateschule seines Vaters hat Levin Demiral als 3 Jähriger die Faszination des Kampfsportes entdeckt und es als Karateka bis zum schwarzen Gurt geschafft. Trotzdem faszinierte ihn schon als Jugendlicher der Vollkontakt-Kampfsport und so wechselte er vor gut 3 Jahren zur härtesten Kampfsportart - dem Kickboxen. Trotz wenig Erfahrung feierte Levin Demiral bereits früh Erfolge und ist aktuell 2facher Schweizermeister im K-1-Style. 2018 gewann er in der Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm. Im November 2019 holte sich Demiral aus Hasle bei Burgdorf den zweiten Schweizer Meistertitel in der Gewichtsklasse bis 67 Kilogramm.

Bis vor kurzem trainierte Levin Demiral 3mal wöchentlich im seeländischen Brügg in der Schule Muay Thai Shadow Boxing. Dazu kamen tägliche Kraft- und Fitnesseinheiten. Aus zeitlichen Gründen trainiert Levin Demiral nun nicht mehr in Brügg sondern in seinem eigenen Gym in Worb und einmal pro Woche leitet er zusätzlich ein Kickboxtraining. Sein eigenes Gym befindet sich in Worb, wo auch die Karateschule seines Vaters zu finden ist.

"Ich habe mir in den letzten Jahren sehr viel Wissen angeeignet und von sehr vielen verschiedenen Menschen gelernt. Dieses Wissen verknüpfe ich mit meinen Erfahrungen und zusätzlich schaue ich regelmässig Videos von den besten Kämpfern der Welt und versuche so auch immer besser zu werden. Am besten lernt man von den Besten - deshalb ist es auch wichtig, immer wieder gute Sparring-Partner zu haben. Da geht es dann schon ziemlich ab und zur Sache", meint Levin Demiral mit einem Schmunzeln. "In diesen Trainingseinheiten mit den Sparring-Partnern muss man in dieser Zeit vergessen können, wer gegenüber steht, auch wenn dies ein Freund ist. Alles andere bringt nichts. Es muss voll zur Sache gehen, nur so können beide für die späteren Wettkämpfe im Ring profitieren."

In Zukunft könnte sich der Emmentaler sehr gut vorstellen, im Ausland - in den Niederlanden oder in Thailand -  zu leben und so seinem Traum vom professionellen Kickboxer noch etwas näher zu kommen. Levin Demiral, mehr als ein Kickboxer.

Ein spannendes Gespräch mit einem Sportler, der alles dafür tut, dereinst seinen Traum vom Profisport verwirklichen zu können.

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