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Jonas Jakob
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Die hohe, spektakuläre Kunst des Turnens - mit Kunstturner Benjamin Gischard

Benjamin Gischard in seiner Paradedisziplin: Boden (Bild: STV/Jasmin Schneebeli-Wochner)

Benjamin Gischard an den Ringen (Bild: STV/Jasmin Schneebeli-Wochner)

Benjamin Gischard nach einer erfolgreichen Übung (Bild: STV/Jasmin Schneebeli-Wochner)

Benjamin Gischard mit seinen Turnkollegen (Bild: STV/Jasmin Schneebeli-Wochner)

Benjamin Gischard (Bild: zVg)

Er gehört zu den besten Kunstturnern im Land – der 24jährige Benjamin Gischard. Der Berner hat in den letzten Jahren dem Schweizer Kunstturnen mit seinen ebenfalls erfolgreichen Turnkollegen neuen Glanz verliehen. Bereits zum zweiten Mal in Folge hat sich das Männer Nationalteam für die Olympischen Spiele qualifiziert – keine Selbstverständlichkeit. Corona-bedingt mussten die Spiele in Tokio nun aber auf das nächste Jahr verschoben werden – das grosse Karriereziel von Benjamin Gischard und seinen Teamkollegen.

Bereits als kleiner Junge zeigte sich Benjamin Gischard vom Kunstturnen fasziniert. „Meine Eltern erzählten mir, dass ich begeistert war, als ich die Kunstturner im Fernsehen gesehen habe und ich sagte ihnen damals, dass ich dies unbedingt auch machen wolle“, meint Benjamin Gischard, der begnadete Kunstturner aus Herzogenbuchsee.

Gesagt – getan. In der Jugendriege, wo Gischard daraufhin Einblick nahm, gefiel es ihm dann aber nicht ganz – die tollen und vielseitigen Geräte fehlten ihm und so wechselte er ziemlich schnell in einen Verein, in welchem das Kunstturnen klar im Vordergrund stand. Seit diesem Moment fasziniert und fesselt diese kunstvolle Sportart den jungen Berner Weltklasse Athleten.

Nun wurde aber auch Benjamin Gischard ziemlich arg vom Corona-Virus ausgebremst, wie viele andere Sportlerinnen und Sportler auch: Kein Training in Magglingen (Nationales Sport-Leistungszentrum), keine Wettkämpfe, keine Olympischen Spiele. „Es war schon hart, dass die Olympischen Spiele verschoben werden mussten – es wäre das absolute Karriere Highlight geworden und ich fieberte diesem bereits sehr entgegen. Nun fokussiere ich mich aber auf 2021 – ich will unbedingt in Tokio starten und teilnehmen, für einen Kunstturner gibt es nichts Grösseres, als an Olympischen Spielen zu starten“, meint der Berner Nationalkader-Kunstturner.

Vor rund 4 Wochen durften die Kunstturner des STV (Schweizerischer Turnverband) nun wieder nach Magglingen zurückkehren – nach über 8 Wochen Absenz. Endlich dürfen sich die Athleten zusammen mit ihren Trainern wieder abrackern und versuchen, an die „alte“ Form heranzukommen. „Schritt für Schritt arbeiten wir uns wieder in den Zustand, wie er vor Corona war. Es braucht aber viel Zeit. Einzelne Elemente einer Übung habe ich beinahe etwas "verlernt". Nach nun  4 Wochen des sukzessiven Aufbaus sind wir nun wieder bei 100% Trainingsbetrieb. Wir mussten unseren Körper behutsam wieder an die intensiven, grossen Belastungen heranführen“, so Benjamin Gischard gegenüber neo1.

Im Dezember soll nun voraussichtlich doch noch ein Wettkampf stattfinden – eine Europameisterschaft in Baku (Aserbeidschan). Für Benjamin Gischard eine echte Hilfe. Mit einem Ziel vor Augen lässt sich deutlich einfacher trainieren, als wenn eben diese Ziele und Wettkämpfe fehlen.

Ebenso beschreibt Benjamin Gischard, wie schwierig es ist, ein neues Element in eine Übung einzubauen und warum das Bodenturnen ihn ganz besonders fasziniert. Auch das Zusammenleben mit den Turnkollegen in Magglingen ist ein Thema, genauso wie seinen grössten Erfolge: „An der EM in Bern im 2016 gewann ich mit der Mannschaft die Bronzemedaille. Es war unglaublich, vor Heimpublikum diesen Erfolg feiern zu dürfen. So etwas möchte ich so gerne nochmals erleben. Ich strebe aber auch nach einer Einzelmedaille“, so der Bodenturn- und Sprungspezialist. Diese fehlt Gischard noch – nahe dran war er im letzten Jahr an der EM, bei welcher er den tollen 4.Rang am Boden und den 5.Rang am Sprung erreichte. „Es fehlt nicht allzu viel. Ich muss weiter konsequent arbeiten, dann lässt sich mein Traum einer Einzelmedaille doch noch verwirklichen“, ergänzt der 24jährige Benjamin Gischard.

In der neo1 Sportstory gibt Benjamin Gischard einen interessanten Einblick in sein Leben als Kunstturner zum Einen und in sein Leben als Student der Rechtswissenschaften. „Ich habe mich soeben vor unserem Gespräch mit einem Fall auseinandersetzen müssen, in dem „Armin“ ein Bösewicht ist, der allerlei auf dem Kerbholz hat“, meint Kunstturner Benjamin Gischard lachend zu Sport-Redaktor Armin Hartmann vor dem Interview.

Ein spannendes Gespräch mit einem hoch talentierten Kunstturner, der seiner grossen Leidenschaft alles unterordnet. Benjamin Gischard – ein Teil des sehr erfolgreichen Schweizer Kunstturn-Nationalteams – in der neo1 Sportstory.

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