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Jonas Jakob
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"Ich musste neben der Piste zuschauen, wie mein Schweizer Meistertitel davonfuhr."

Motocross-Fahrer Loris Freidig (22) aus Sumiswald

Loris Freidig auf seiner Motocross Maschine - er fährt seit einem Jahr auf einer Yamaha.

Loris Freidig während einem WM Rennen 2019 (am unteren rechten Bildrand ganz aussen in Blau)

Er ist jung, zielstrebig, talentiert und einer der besten Motocross-Fahrer der Schweiz – Loris Freidig aus Sumiswald. In der letzten Saison verpasste der Emmentaler den Schweizer Meistertitel in der höchsten Rennklasse der Schweizer Motocross Meisterschaft Inter Mx2 denkbar knapp.

Der 21 jährige Loris Freidig kam schon früh mit dem Töffrennsport in Berührung. Seine Eltern hatten beide "Benzin im Blut" und einen engen Bezug zum Töffrennsport und so verwundert es nicht, dass auch Loris diese Leidenschaft in die Wiege gelegt wurde. Auch sein Name hat einen Bezug zum Töffrennsport: Loris Capirossi wurde 1998 Töff-Weltmeister auf der Strasse, als Loris Freidig zur Welt kam – und so war der Name für den Sprössling schnell gefunden.

In Sumiswald ist Loris Freidig aufgewachsen, seit kurzem lebt er nun mit seiner Freundin in Zollbrück. Seit rund 18 Jahren sitzt Loris auf Motorrädern.  Noch bevor er richtig Velofahren konnte, sass er erstmals auf einem motorisierten Gerät.

Loris absolvierte nach der obligatorischen Schulzeit eine KV Lehre. Dank der Unterstützung und Sportförderung von Swiss Olympic hatte er die Möglichkeit, an einer Sporthandelsschule die Lehre auf 4 Jahre auszudehnen und so weiter seiner grossen Leidenschaft, dem Motocrossfahren, nachzugehen.  Er war der erste Motor-Sportler der Schweiz, der diese Unterstützung von Swiss Olympic erhielt und dies, obwohl Motocross keine olympische Sportart ist. So gelang es ihm, dreimal wöchentlich seinem Töff auf der permanenten Strecke von Schwarzenberg bei Wattenwil die Sporen zu geben.

Loris Freidig versuchte in der letzten Saison, der Weltspitze einen Schritt näher zu kommen und versuchte sich erstmals an den Weltmeisterschaftsläufen. Diese verliefen allerdings nicht ganz nach Wunsch und so konzentrierte er sich im Verlaufe der Saison auf die Schweizer Meisterschaften – am Ende sollte er dort den Titel im letzten Rennen knapp verpassen. Ein technischer Defekt hinderte ihn an seinem bislang grössten Erfolg.

In den WM Rennen konnte er sich allerdings während der letzten Saison zum Teil ganz knapp keine Punkte ergattern. Freidig hatte sich spezifisch auf diese WM-Rennen vorbereitet und sogar für eine gewisse Zeit in Belgien gelebt, dem Motocross-Mekka. Ebenso kam er in ein neues Team (STC-Racing Team) und startete neu auf Yamaha in die Saison. In Belgien arbeitete er intensiv mit seinem neuen Trainer zusammen, der früher auch Motocross-Fahrer war. Nach einem schweren Unfall war dieser allerdings querschnittgelähmt. Dies hinderte ihn aber nicht daran, Loris Freidig als Trainer zu betreuen. Dies tut er auch heute noch – wenn auch etwas aus Distanz. Loris Freidig ist mittlerweile wieder in die Schweiz gezogen.

Ein 100`000 Franken Budget für die Weltmeisterschaft zu stemmen war sehr schwierig. Und nicht zuletzt aus diesem Grund verzichtet Freidig in dieser Saison – sofern sie denn noch über die Bühne gehen – auf die WM Rennen. Er konzentriert sich voll und ganz auf die Schweizer Meisterschaft, in Absprache mit seinem Team und seinem Trainer. Zudem möchte Freidig etwas unabhängiger sein und nicht dauernd auf die finanziell grosse Unterstützung seiner Eltern zählen müssen. Mit der Teilnahme an der Schweizermeisterschaft und dem Verzicht auf die WM Rennen ist das finanzielle Risiko sehr viel kleiner. Freidig ist allerdings motiviert, weiter Vollgas zu geben und den Buben-Traum des Profi-Motocross Fahrers hat er noch nicht ganz aufgegeben.

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