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Kein Leistungssportlerstatus für Schwinger

Kontaktsportarten sind für Amateursportler wegen Corona zur Zeit verboten. Davon betroffen sind auch die Schwinger. Alle Schwinger. Ändern könnten sie das, wenn die Besten zu Leistungssportler würden - diese Idee wurde aber mittlerweile begraben. 

In der vergangenen Woche trafen sich Vertreter des Eidgenössischen Schwingerverbandes, des Bundesamtes für Sport BASPO und von SwissOlympic, um diese Option zu besprechen. Die Idee der Schwinger: 600 von ihnen sollten von Breitensportlern zu Leistungssportlern werden. Die Zahl war dem BASPO aber zu hoch: Nur 80 bis 120 Leistungssportler will es den Schwingern zugestehen. Damit lasse sich aber keine spannende Schwingsaison gestalten, so Jakob Aeschbacher, Präsident des Bernischen Schwingerverbandes. Es brauche allein schon für ein Kranzfest 150 bis 200 Schwinger - verglichen mit Eishockey oder Fussball wäre das, als würden immer die gleichen zwei Teams gegeneinander antreten. Matthias Aeschbacher, selbst Spitzenschwinger mit Eidgenössischem Kranz, hat zwei Herzen in seiner Brust. Als Eidgenosse hätte es für ihn gereicht, um als einer von 120 Leistungssportlern zu gelten. So dürfte er endlich wieder schwingen, was für seine Motivation gut wäre. "Krafttraining ist nicht mein Liebstes, ich mache es aber mit dem Ziel vor Augen, für die grossen Feste bereit zu sein", so Matthias Aeschbacher. Das grösste Ziel: Das Eidgenössische 2022 in Pratteln. Gleichzeitig ist Matthias Aeschbacher Technischer Leiter des Schwingclubs Sumiswald. Als solcher würde er ungern zwei Dritteln seiner Schwinger mitteilen, dass sie nicht zu den Leistungssportlern gehören und deshalb weiterhin nicht im Sägemehl trainieren dürften. Diese würden ihm zwar das Training bestimmt gönnen, so Aeschbacher. Denn auch sie wollen, dass er gut vorbereitet in die Saison gehen kann - sofern denn die geplanten Feste überhaupt stattfinden können. Sorgen macht sich Matthias Aeschbacher auch um den Nachwuchs. Die Kinder hätten jetzt nicht in den Schwingsport einsteigen können, das werde wohl zu zwei schwachen Jahrgängen führen, so Aeschbacher. Denn ob sie später noch mit dem Schwingen beginnen, ist ungewiss. 

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