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Sarina Wälti
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Vermehrt zu Hause arbeiten: Homeoffice ist seit über einem Jahr mittlerweile für viele Arbeitnehmende Realität. Aber wie geht Homeoffice "richtig" und wie wird die Zukunft nach Corona aussehen?

Im April 2020 waren fast 60 Prozent der Angestellten zumindest teilweise im Homeoffice beschäftigt. "Wir haben dann auch gesehen, dass es danach im August auf 48 Prozent zurückgegangen ist", erzählt Hartmut Schulze. Der Arbeitspsychologe beschäftigt sich schon seit einigen Jahren mit mobilflexiblem Arbeiten und macht mit seinem Team regelmässig Studien dazu. Noch 2014 lagen die Zahlen deutlich tiefer, da waren es ca. 30 Prozent der Angestellten, die anteilig im Homeoffice gearbeitet haben, erklärt Hartmut Schulze.

Richtiges und vor allem auch gesundes Homeoffice beinhaltet verschiedene Punkte. Die räumliche Trennung ist sehr wichtig, erklärt Eric Bürki von der Gesundheitsförderung Schweiz: "Es ist wichtig zu trennen, was Freizeit und was Arbeit ist." Er empfiehlt zudem auch Tagesziele, die man sich setzen kann. Rituale und Struktur im Homeoffice sind auch laut Hartmut Schulze sehr wichtig. Ebenso regelmässige Pausen und genug Bewegung.

Bewegung sollte im Homeoffice regelmässig integriert werden. Regelmässige Bewegung und gezielte Pausen sind wichtig, erklärt Hartmut Schulze: "Wenn man die ganze Woche sitzt, dann müsste man als Ausgleich jeden Tag eine Stunde joggen. Das ist aber etwas, was wir oft nicht schaffen." Aber auch die richtige Arbeitsplatzgestaltung und -ausstattung ist wichtig. Gerade die Arbeit vor einem Laptop ist für die richtige Körperhaltung nicht förderlich und ein externer Bildschirm, Tastatur und Maus helfen.

Herausfordernd ist im Homeoffice aber auch der Austausch mit den Vorgesetzten sowie mit den ArbeitskollegInnen. Dies schafft einerseits eine emotionale Verbundenheit, hilft aber auch gegen Vereinsamung im Homeoffice. Es gehe schlussendlich darum, die soziale Verbundenheit und die Flexibilität, welche das Homeoffice erlaubt, in ein gutes Verhältnis zu bringen, meint Hartmut Schulze. Zwar gebe es schon viele Arbeiten, welche sowohl im Geschäft wie auch zu Hause dasselbe seien. Er sieht für die Zukunft nach der Covid-19 Pandemie aber eine Veränderung, die sich etablieren wird, weil doch nicht alle Arbeit zu Hause und im Büro gleich gut machbar sind: "Deshalb ändert sich die Kultur in den virtuellen Meetings […] und dass man mehr Pausen mit rein nimmt."

Hartmut Schulze sieht für die Zukunft mehr Arbeitnehmende im Homeoffice arbeiten: "Ich denke, und dass sehe ich jetzt auch, dass sich viele Firmen überlegen, Homeoffice als einen regulären Arbeitsort einzuführen. […] Nach meinem Dafürhalten werden das zwei oder auch drei Tage pro Woche werden." Arbeitsplätze vor Ort werden eine wichtige Bedeutung behalten, erklärt der Arbeitspsychologe. Es werde aber eine ausgeglichenere Mischung geben in Zukunft.

Broschüre vom Seco zum Homeoffice

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