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Melanie Reinhard
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Von heute auf Morgen hiess es im Frühling 2020: Die Schulen werden geschlossen. Die Schüler und Schülerinnen werden ab nächster Woche per Fernunterricht unterrichtet. Ein halbes Jahr, nachdem die Schweiz im Lockdown stillstand und die Schulen geschlossen wurden, schauen wir zurück: Welche Erfahrungen konnten die Schulen machen, was hat sich im Fernunterricht verändert und was bringt die Zukunft?

Wohl die grösste Herausforderungen für die Schulen war die Kurzfristigkeit. Innert kürzester Zeit mussten sie vom Präsenzunterricht auf den bisher unbekannten Fernunterricht wechseln. Erfahrungen damit hatte noch kaum eine Schule. Auch das digitale Arbeiten war eine grosse Herausforderung. Die befragten Schulen in Worb und Hasle bei Burgdorf seien zwar gemäss eigener Aussage in der Schule gut aufgestellt, aber nicht alle Familien hätten beispielsweise Zugang zum Internet oder einen Computer.

Zu Anfangszeiten gaben die Schulen den Schülern und Schülerinnen eher zu viele Aufgaben, welche die Kinder wie auch die Eltern schnell mal überfordert hätten. Diese Menge wurde sowohl in Worb, wie auch Hasle nach den ersten Erfahrungen und Rückmeldungen reduziert. Dafür konnten die Schulen mit der Zeit vermehrt auf digitale Möglichkeiten im Fernunterricht ausweichen, wie z.B. eine «Team-Sitzung» mit den Schülern und Schülerinnen via Computer organisieren. Die Digitalisierung biete auf alle Fälle Vorteile, müsse aber gezielt eingesetzt werden, erklärt Oliver Rüesch, Schulleiter vom Oberstufenzentrum Worbboden gegenüber neo1. Herausforderungen wie fehlendes oder schlechtes Internet seien keine, die von heute auf morgen sofort gelöst werden können.

Ob für die Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonen oder Eltern: Der Fernunterricht bot für alle Beteiligten Chancen, Vorteile aber auch Nachteile.
Nicht zu vernachlässigen ist die Chancenungleichheit. Die Voraussetzungen der einzelnen Schüler und Schülerinnen, die alle aus verschiedenen familiären Umfeldern kommen, sind sehr unterschiedlich. So gab es einige Kinder, die die Zeit vom Fernunterricht nicht gut nutzen konnten und auch nicht genügend unterstützt werden konnten. In der Schule, mit Präsenzunterricht, können Lehrpersonen diese Ungleichheiten etwas einfacher auffangen. Grundsätzlich ziehen die Schulleitungen von Worb, wie auch von Hasle aber ein positives Fazit zum Fernunterricht. Es sei sehr anstrengend gewesen, habe aber auch schöne Seiten gehabt. So konnten sowohl Eltern wie auch Lehrpersonen die Schüler und Schülerinnen von einer anderen Seite kennen lernen. Digitale Kompetenzen konnten ausgebaut werden und es entstand ein schönes Zusammengehörigkeitsgefühl, meint Barbara Christen, Schulleiterin in Hasle im Gespräch mit neo1.

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