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Aron Schmid | Elfs

Mit dem Rollstuhl unterwegs sein ist für Betroffene manchmal nicht nur schwierig, sondern auch anstrengend. Drei Betroffene erzählen uns diese Woche wie sie unterwegs sind und was es bedeutet, im Rollstuhl Ausflüge zu machen.

Das Leben im Rollstuhl sei generell eine grosse Planungssache, erzählt Barbara Hug aus Thun im Interview mit neo1. Sie sei trotzdem sehr gerne unterwegs, auch wenn es viel Planungsarbeit im Voraus brauche. Reisen im öffentlichen Verkehr melden Rollstuhlfahrer*innen an. Ein verpasster Zug sei daher manchmal ziemlich kompliziert, weil man die Reise wieder von «Feld 1» aus planen müsse.
Viele Züge in der Schweiz sind mittlerweile Niederflurzüge, wo ein problemloser Einstieg mit dem Rollstuhl gewährleistet sein sollte. Jedoch sind nicht alle Perrons auf allen Bahnhöfen den Zughöhen angeglichen. Das wiederum heisst für Rollstuhlfahrer*Innen, dass sie nicht aussteigen können oder auf Hilfe angewiesen sind, wie Markus Wermuth aus Thun erzählt.

In den letzten Jahren hat sich schon vieles zum Positiven verändert, erzählen die betroffenen Rollstuhlfahrer*Innen im Interview. «Mit Willen und Erfindungsgeist ist viel möglich», meint Barbara Hug, «Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.» Die Möglichkeiten werden immer wie grösser und «das, was man wirklich nicht machen kann mit dem Rollstuhl, wird immer wie weniger», ergänzt Markus Wermuth.

Auch in der Politik läuft Einiges. Im Kanton Bern ist im Moment das neue Behindertengesetz in Verarbeitung. «Das ist aus meiner Sicht ein wichtiges und wesentliches Gesetz. Es geht darum, dass Leute mit einer schweren Behinderung zukünftig zu Hause leben können.», erklärt Markus Fankhauser aus Hasle-Rüegsau. Dank dieser sogenannten Assistenz können Betroffene eigenständig und selbstständig wohnen. Die nötige Unterstützung, die sie für den Alltag brauchen, könnten sie durch die Assistenz auch entschädigen. Auch bei baulichen Vorgaben ist die Politik aktiv, so dass Rollstuhlfahrer*Innen vermehrt Zugang haben zu öffentlichen oder auch privaten Gebäuden und Plätzen. Hier sei schon vieles zum Positiven verändert worden, es brauche aber auch Geduld, da nicht alles von heute auf Morgen barrierefrei sein könne, meint Markus Fankhauser.

Von Seiten der Fussgänger wünschen sich die drei Betroffenen vor allem Geduld und Offenheit. «Ich finde es schön, wenn man behinderte Menschen über deren Anliegen ausfragt und offen auf sie zugeht», erklärt Markus Fankhauser. Hemmungen oder Angst seien nicht richtig; Ansprechen oder Hilfe anbieten sei immer schön, erzählt Fankhauser im Interview.

Zum 60-Jahre Jubiläum der Wohn- und Arbeitsgemeinschaft für Körperbehinderte Gwatt (WAG) ist ein Buch entstanden: «Rollstuhlausflüge ab Thun». 26 Autoren und Autorinnen haben 38 Ausflugsziele der Schweiz besucht, fotografisch festgehalten und geben zu allen Ausflugszielen Tipps und Tricks für Rollstuhlfahrer. Ohne Frust und Ärger sollen dank diesem Führer Ausflüge für Rollstuhlfahrer*Innen möglich sein. Über nötige Vorbereitungen zur Benutzung des öffentlichen Verkehrs wird ebenso berichtet, wie über behindertengerechten Toiletten und Restaurants.

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