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Dagmar Markus: Die langjährige Burgdorfer Kinderärztin ist in der Pension angekommen

Jahrelang hatte sie für ihre kleinen Patienten tröstende Worte bereit und für ratlose Eltern immer ein offenes Ohr. Diesen Frühling wurde Dagmar Markus (65) pensioniert und blickt bei neo1 auf viele strenge, aber auch schöne Jahre als Dr. med. Kinderärztin FMH zurück. Dazu erinnert sie sich an die Jahre, in denen die gebürtige Tschechoslowakin in der Schweiz Fuss fasste und ihr Medizinstudium fortsetzte. 

"Der Entscheid, Ärztin zu werden, fiel wohl bereits in Kinderjahren", sagt Dagmar Markus. Auch von ihrer Mutter - einer erfahrenen Ärztin - liess sie sich nicht von der Wahl ihrer Studienrichtung abbringen und entschied sich im Lauf der Studienzeit für die Fachrichtung Pädiatrie, die Kinder- und Jugendmedizin. Das Studium, welches sie in der damaligen Tschechoslowakei begonnen hatte, beendete sie in Bern. Und zwar mit guten Noten, obwohl sie im Alter von nur 21 Jahren für die Liebe in die Schweiz auswanderte, zu diesem Zeitpunkt noch kein Wort Berndeutsch verstand und für das Nachholen der Schweizer Maturität zusätzlich eine Zweitsprache (Italienisch) erlernen musste. 

"Der Einstieg mit meiner eigenen Praxis gefiel mir sehr gut; bald kam der Alltag"

Nach dem Studium arbeitete sie zuerst mehrere Jahre in verschiedenen Spitälern als Ärztin und Oberärztin. "Warum hätte ich mich nach dem strengen Studium auch beeilen sollen?", lacht die sympatische Frau. Der Traum einer eigenen Praxis blieb. Diese eröffnete Dagmar Markus 1994 an der Scheunenstrasse in Burgdorf und führte sie über 25 Jahre lang leidenschaftlich. "Der Einstieg mit meiner eigenen Praxis gefiel mir sehr gut; bald kam der Alltag".

Trotz 18 Jahren in denen sie auch Nacht-Pikettdienste leistete und hoher Arbeitsbelastung durch die wachsende Anzahl regulärer Patientinnen und Patienten, der Zuständigkeit für mehrere Schulklassen aus Burgdorf und der Arbeit in verschiedenen Regionalspitälern im Bereich der Neugeborenen-Medizin, würde die Kinderärztin rückblickend nichts anderes wollen. "Ich hatte es immer selber in der Hand, auszusteigen". Als grösste Herausforderung bezeichnet die  65-jährige heute das Finden von gutem Personal in den Bereichen der Praxisassistenz und der Raumpflege. Das sei immer wieder zeit- und nervenaufreibend gewesen. 

Die Pension im Frühling 2020

Dagmar Markus plante eigentlich, sich vor ihrem 60. Geburtstag pensionieren zu lassen. Durch ihre gute Fitness und die Lust an der Arbeit seien aber immer weitere Jahre dazugekommen. Mittlerweile sei es aber dringend nötig, dass sie etwas kürzer trete. "Gesundheitlich wurde es immer schwieriger, für all meine Patientinnen und Patienten uneingeschränkt da sein zu können". Sie freut sich nun auf hoffentlich viele Wanderungen und Reisen mit Hund und Mann. Emotional sei es im Hinblick auf ihre Pension immer wieder geworden: "Nebst vielen Zeichnungen bekam ich sogar den selbstgebastelten, goldenen Oskar für die beste Kinderärztin", schmunzelt Frau Dr. Markus. 

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