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Sven Düscher
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98 Flüchtlinge finden dank Berner Pilotprojekt Arbeitsstelle

Symbolbild

Dem Kanton Bern und mehreren Partnern ist es in den vergangenen fünf Jahren gelungen, im Rahmen eines Pilotprojekts 98 anerkannte sowie vorläufig aufgenommene Flüchtlinge im Arbeitsmarkt zu integrieren. Der Grossteil der Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer schaffte es innerhalb eines Jahres, eine Stelle zu finden.

Das Projekt sei deshalb als Erfolg zu werten, schreibt die kantonale Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion (GSI) in einer Mitteilung am Montag. Es sei nicht nur gelungen, Menschen in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren und damit in der Sozialhilfe Einsparungen zu erzielen.

Auch der durch das Projekt entstandene Dialog zwischen staatlichen Akteuren, Vertretern der Wirtschaft und sozialen Dienstleistenden sei gut.

Am Projekt beteiligt waren ausser der GSI die Unternehmerinitiative Fokus Bern, der unabhängige Vermögensverwalter Invethos sowie Caritas Bern. 16 Lernende befinden sich unter den 98 in den Arbeitsmarkt integrierten Flüchtlingen. Das Projekt lief in den Jahren 2015 bis 2020.

Das Büro für arbeits- und sozialpolitische Studien Bass stellte die wissenschaftliche Begleitung des Projekts sicher und führte die Evaluation durch. Von ihm stammt ein am Montag auf der Internetseite des Kantons Bern veröffentlichter Schlussbericht.

98 von 202 Personen

Wie dem Bericht zu entnehmen ist, basierte das Projekt auf einer schweizweit neuartigen Finanzierungsform: Invethos gewährte dem Kanton Bern ein Darlehen von 2,7 Millionen Franken zur Umsetzung. Die Rückzahlung des Darlehens war vom Grad von vor Projektbeginn vereinbarten Zielen abhängig. Nicht der ganze Kredit wurde benötigt.

Insgesamt 202 Personen nahmen am Projekt teil, was bedeutet, dass 49 Prozent aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Anstellung fanden - Lernende inbegriffen. Ursprünglich hätten am Programm mit dem Namen "Caritas Perspektiven" nur 120 Personen teilnehmen sollen. Es konnten also deutlich mehr Menschen mitmachen als ursprünglich geplant.

Am Anfang ein Assessment

Die 202 Personen wurden zuerst einem Assessment unterzogen, also einer Abklärung ihrer Kenntnisse und Eignungen. In der Folge zeigte sich, dass Firmen vor allem dann Projektteilnehmer anstellten, wenn diese die für eine bestimmte Stelle nötigen Fähigkeiten aufwiesen.

"Die Idee, dass eine direkte Arbeitsmarktintegration in unbefristete Anstellungsverhältnisse (. . .) mittels Einarbeitungszuschüssen ermöglicht oder erleichtert werden kann, hat in dieser Form nicht oder nur teilweise funktioniert", steht im Bericht.

Im Durchschnitt waren die Personen, welche sich für die Teilnahme am Projekt bewarben, 38 Jahre alt. Ein Drittel stammte aus Eritrea. Welche Stellen die 98 in den Arbeitsmarkt integrierten Flüchtlinge fanden, geht aus dem Bericht nicht hervor. (sda)


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