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Neuer Rettungsdienst-Stützpunkt in Grosshöchstetten

(Bild:zvg)

Das Spital Emmental und die Spital STS AG eröffnen per 1. September 2021 einen gemeinsamen Stützpunkt in Grosshöchstetten. Damit wird eine bereits bewährte Zusammenarbeit weiter intensiviert und die notfallmedizinische Versorgung für diese Region deutlich und nachhaltig gestärkt.

Es ist ein weiterer Schritt in die vom Kanton Bern vorgegebene Richtung: Im September 2021 geht im Neuhuspark in Grosshöchstetten ein neuer Rettungsdienst-Stützpunkt in Betrieb. Das Spital Emmental und die Spital STS AG bekennen sich damit gemeinsam zur notfallmedizinischen Versorgung im Grenzgebiet der beiden Organisationen – und allgemein zu einer intensivierten Partnerschaft. Das oberste Ziel der Zusammenarbeit ist eine wesentliche Verbesserung der rettungsdienstlichen Hilfsfristen bei lebensbedrohlichen Situationen in der Region Grosshöchstetten. Das Spital Emmental und die Spital STS AG werden die primären Einsätze und dringlichen Verlegungstransporte gemäss Leistungsauftrag sicherstellen. Als Ergänzung wird die EasyCab AG mit in den Betrieb des Warteraumes aufgenommen. EasyCab konzentriert sich auf die Verlegung und übernimmt die nicht-dringlichen Personentransporte, die sogenannten P3-Transporte.

In 15 Minuten vor Ort
Der kantonale Auftrag zwischen Rettungsdiensten und dem Kanton fordert eine flächendeckende, notfallmedizinische Versorgung. Angestrebt wird künftig eine Hilfsfrist von rund 15 Minuten für alle Notfall-Einsätze. Bei diesen sogenannten Priorität 1-Einsätzen (P1) soll das Team innert 15 Minuten nach der Alarmierung des Rettungsdienstes am Einsatzort eintreffen. Da ein lebensbedrohender Zustand vorliegen könnte, erfolgt die Fahrt mit Blaulicht und Martinshorn. Diese Hilfsfrist ist zurzeit mit den bisher besetzten Stützpunkten und Warteräumen im Einsatzgebiet des Spitals Emmental noch nicht in allen Gebieten erreicht.

Strategisch günstiger Standort
In einer Studie der FHS St. Gallen wurde der Standort Grosshöchstetten als strategisch günstig gelegener zusätzlicher Warteraum für den Rettungsdienst festgelegt, um die notfallmedizinische Versorgung und die Hilfsfristen für das Emmental zu verbessern. Die Studie wurde von der Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion des Kantons Bern (GSI) in Auftrag gegeben, um das kantonale Rettungswesen gezielt optimieren zu können. Die Emmentaler Gemeinde liegt im Grenzgebiet zwischen dem Spital Emmental und der Spital STS AG in Thun. Die Rettungsdienste beider Spitalgruppen mussten in den vergangenen Jahren oft verkehrsgeplagte Strassen und viele Bahnübergänge bewältigen, um Patientinnen und Patienten in der Region Grosshöchstetten zu erreichen. Mit dem neuen Stützpunkt Grosshöchstetten werden die Hilfsfristen für die umliegenden Gemeinden massiv verkürzt. So kann beispielsweise Zäziwil anstelle von 12 Minuten neu in zwei Minuten erreicht werden oder aber Walkringen in 7 anstelle 17 Minuten.

Zuweisung zu den Zielspitälern
Der Rettungsdienst führt die Patientinnen und Patienten grundsätzlich zum nächstgelegenen Spital. Weitere entscheidende Kriterien sind: die medizinisch notwendige Behandlung, die verfügbare Aufnahmekapazität des Zielspitals sowie auch der Patientenwunsch.

Standort «Neuhuspark»
Der Stützpunkt in Grosshöchstetten wird im Neuhuspark angesiedelt. Er wird von Montag bis Sonntag zwischen 08.30 und 18.30 Uhr mit Teams aus den Rettungsdiensten des Spitals Emmental oder der Spital STS AG betrieben. Christine Hofer, Gemeindepräsidentin von Grosshöchstetten dazu: „Es freut uns sehr, dass in Grosshöchstetten ein Standort gefunden werden konnte. Im Neuhauspark war früher das Spital Grosshöchstetten, das als Landspital sehr beliebt war. Aus unserer Sicht eignet sich dieser Standort bestens.“ (pd).

 


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