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Die Pandemie bringt die Tracht in Gefahr

Die Frauen der IG Berner Trachten, die es zum Ziel haben, dass der grösste Trachtenfundus der Schweiz weiterhin besteht.

Einfluss der Pandemie: So viele Trachten hat es um diese Jahreszeit bei Jrene Burkhalter sonst nie auf der Stange.

Kein Jodlerfest, kein Schwingfest, keine Musikfeste keine Hochzeiten und keine Konfirmationen. Dass all diese Anlässe wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden konnten, hat auch Einfluss auf eine andere Brache: Die Tracht kam im letzten Jahr weniger zum Einsatz. Dementsprechend hatten auch Trachtenschneider:innen und Trachtenverleihe weniger zu tun.

Um eine Tracht anzuziehen braucht es einen Anlass, sagt Trachtenschneiderin Jrene Burkhalter aus Affoltern i.E. Ohne all die Anlässe im letzten Jahr sei auch das Geschäft mit den Trachten nicht gut gelaufen. "Normalerweise kommen bei mir fünf Aufträge in einer Woche rein. Letztes Jahr waren es insgesamt fünf Aufträge. Das waren einige kleine Änderungen machen für Hochzeiten, Taufen oder Konfirmationen", erzählt Jrene Burkhalter. Dass die Aufträge seit einem Jahr ausbleiben beeinflusst nicht nur einzelne Schneiderinnen sondern auch den grössten Trachtenfundus der Schweiz. Die Trachtenstube Burri GmbH in Wabern bei Bern, die die traditionellen Kleider verleiht, will ihr Geschäft weiter geben. Sie hätte vier Trachtenschneiderinnen gefunden, die den Fundus übernehmen würden. Darunter auch Jrene Burkhalter. Aber: Finanziell sieht es nach dem Jahr Pandemie nicht gut aus: "Keine von uns hat noch flüssiges Geld. Darum können wir die Trachtenstube auch nicht übernehmen. Aber eigentlich möchten wird. Darum haben wir uns dazu entschieden, einen Spendenaufruf zu starten."

Spendenaufruf für Übernahme der Trachtenstube in Wabern bei Bern

Damit die Trachtenstube in geeignete Hände übergeht - in die von vier diplomierten Trachtenschneiderinnen - haben sich die Betreiberinnen der Trachtenstube und die Schneiderinnen zu der IG Trachten Bern, der Interessensgemeinschaft zum Erhalt der Berner Trachten" zusammengeschlossen. Ihr Ziel ist es, dass der grosse Fundus erhalten bleibt. "Wir müssen schauen, dass die, die sich keine eigene Tracht leisten können, eine ausleihen können und das die Auswahl der grössten Trachtenfundus der Schweiz erhalten bleibt", so Jrene Burkhalter. Darum wollen die Frauen mit Spenden das Geld für die Übernahme zusammen bekommen. Insgesamt brauchen sie 250'000 Franken. In einer ersten Phase wurden Privatpersonen und Unternehmen angeschrieben. "Wenn wir das Geld so nicht zusammen bekommen, würden wir dann ein Corwdfunding starten", so Trachtenschneiderin Jrene Burkhalter. Auch ohne Pandemie hätten die vier Schneiderinnen Geld gebraucht für die Übernahme. Aber sicher nicht so viel wie jetzt, nach einem Jahr Pandemie. 

Hier gehts zur Website mit dem Spendenaufruf.

 


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