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Jüre Lehmann
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Kastration halbwilder Katzen bleibt in der Region zentral

Nach den Aquarium-Fischen sind die Katzen in der Schweiz nach wie vor die beliebtesten Haustiere. Für das Jahr 2020 vermeldet das Statistik-Portal statista, dass über 1.7 Millionen Katzen in der Schweiz leben. Besonders in dünn besiedelten Landschaftsräumen gibt es viele Katzen, welche wild leben und entweder "nur" regelmässig gefüttert oder gar nicht betreut werden. Deshalb verbreiten sich Katzen an solchen Orten teils uneingeschränkt weiter. 

Auf die Frage, wie stark die Thematik der unkastrierten Katzen das Emmental effektiv beschäftige, sagt Gabriele Bürki: "Bei anderen Tierschutzvereinen gelten wir als Krisengebiet. So schlimm ist die Situation jedoch nicht; da werden wir falsch eingeschätzt." Trotzdem leben gemäss der Vize-Präsidentin des Tierschutzvereins Emmental in der Region aufgrund der geografischen Lage mit grossen Weiten, vielen Versteckmöglichkeiten und vielen Mäusen nach wie vor viele Katzen wild. Auf Anfrage von neo1 bestätigt das Veterinäramt des Kantons Bern den Eingang von mehreren Meldungen pro Monat. "Falls es sich um offensichtlich herrenlose Katzen handelt, werden die Meldepersonen an die örtlichen privaten Tierschutzvereine verwiesen." 

Kostenbeteiligung um Katzen-Situation unter Kontrolle zu bringen

Die Tierschutzvereine wie beispielsweise der Tierschutzverein Emmental engagieren sich seit Jahren, um der Situation Herr zu werden, als um die Anzahl der wild lebenden Katzen durch Kastration - sogenannte Sanierungen - in den Griff zu bekommen. Gemäss Gabriele Bürki bemüht sich der Verein, den Landwirt*innen und anderen Menschen mit vielen (halb)wilden Katzen um sich herum, mit langjähriger Erfahrung, Material und auch finanziell zur Seite zu stehen. "Betroffene können sich beim örtlichen Tierschutzverein oder anderen Organisationen melden. Die finanzielle Unterstützung ist von Verein zu Verein und Organisation zu Organisation unterschiedlich; wir beteiligen uns an bis zu drei Viertel der anfallenden Kosten für die nötigen Katzenkastrationen", so Bürki. 

Ein Fass ohne Boden? 

Ist es denn überhaupt möglich, dieses Problem überhaupt in den Griff zu bekommen? Gabriele Bürki hofft es. Bis jetzt verzeichne der Tierschutzverein Emmental dieses Jahr jedoch so wenige Anfragen zur Katzen-Sanierung, wie kaum einmal. "Wir sind Privatleute, die ihre Freizeit in diese Aktionen stecken." Dies in der Hoffnung, dass sich die Situation rund um die (halb)wilden Katzen in der Region mal bessern werde. Bis jetzt sei jedoch nicht klar, ob die Zahl der Anmeldungen zur Kastration von Katzen aufgrund der Coronapandemie zurückgehe oder ob sich ihr langjähriges Engagement nun endlich lohnen würde. 

 

Wer einen Ort kennt, wo sich besonders viele wilde Katzen aufhalten und auch immer weiter ausbreiten, soll sich hier melden. 

 


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