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Andreas Aebi erwartet hohen Besuch im Bundeshaus

Nationalratspräsident Andreas Aebi und der Geschäftsführer von BirdLife Schweiz, Raffael Ayé montieren den letzten Segler-Nistkasten am Bundeshaus. (Bild: BirdLife Schweiz)

Alpensegler (Bild: Michael Gerber)

Mauersegler (Bild: Michael Gerber)

Der Nationalratspräsident Andreas Aebi und BirdLife Schweiz haben heute am Bundeshaus gemeinsam Nistkästen für die Alpen- und Mauersegler montiert. Die beiden Vogelarten stehen auf der Vorwarnliste der Roten Liste und sind damit potenziell gefährdet.

Nationalratspräsident Andreas Aebi hatte vor einigen Monaten die Idee, Nistkästen für die Mauer- und Alpensegler am Bundeshaus zu montieren. Er kontaktierte mit dieser Idee BirdLife Schweiz. Die Fachleute von BirdLife Schweiz und des BirdLife-Kantonalverbands Berner Ala begutachteten mögliche Standorte am Bundeshaus. Die Verantwortlichen seitens des Bundesamtes für Bauten und Logistik (BBL) begrüssten das Projekt und haben die Realisierung tatkräftig koordiniert und unterstützt. So konnte gemeinsam eine Lösung gefunden werden, die sowohl den Ansprüchen der beiden Seglerarten als auch den ästhetischen Ansprüchen und den Vorgaben des Denkmalschutzes genügen.

Das historische Gebäude wurde an seiner zentralen Lage in Bern errichtet, um die Gräben zwischen den Sprachregionen sowie politischen und religiösen Weltanschauungen zu überwinden. Inzwischen ist das Bundeshaus in Bern nicht nur Kernpunkt der Schweizer Demokratie, sondern auch ein lebendiger Begegnungsort für Gross und Klein. Weniger bekannt ist, dass der Luftraum um das Bundeshaus auch von vielen gefiederten Mitbürgern geschätzt wird. Im Sommer kreisen dort zahlreiche Mauer- und Alpensegler. Beide Arten brüten in Siedlungen in kleinen Hohlräumen an Gebäuden, meist im Dachbereich in Spalten oder unter Dachziegeln. In den letzten Jahrzehnten gingen aufgrund von Abbruch, Modernisierungen und Sanierungsprogrammen für Wärmedämmungen viele ihrer Brutplätze verloren. Mit artspezifischen Nisthilfen kann ein geeigneter Ersatz geschaffen werden. So sollen Alpen- und Mauersegler künftig auch am Bundeshaus ein neues Zuhause finden.

Am Montag den 26.04.2021 wurden 12 Nistkästen montiert: Sechs für Mauersegler, sechs für Alpensegler. Bis sie besiedelt werden, kann es allerdings mehrere Jahre dauern. Es braucht also ein wenig Geduld und eine Garantie für die Besiedlung gibt es nie.

Der wichtigste Faktor für eine erfolgreiche Brut ist neben geeigneten Brutplätzen die Nahrungsverfügbarkeit. Alpen- und Mauersegler ernähren sich von "Luftplankton", also hoch im Luftraum fliegenden Insekten und durch den Wind verdrifteten Spinnen. Künftige Entscheidungen unterhalb der Kuppel des Bundeshauses für griffige Massnahmen gegen das Insektensterben werden entsprechend oberhalb der Kuppel grossen Anklang finden. (pd)


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