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Deborah Krähenbühl
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Coronavirus: Pflegepersonal in Spitälern und Heimen stark gefordert

Die Coronasituation in der Schweiz ist angespannt. Die Fallzahlen sind nach wie vor hoch. Auch vor den lokalen Spitälern und Alterszentren macht der Virus nicht halt. neo1 hat bei verschiedenen Institutionen nachgefragt.

Vor zwei Wochen hatte das Alterszentrum Sumiswald mehrere positive Coronafälle im Haus, bestätigt der Geschäftsführer Patrik Walther. "Ende Oktober, anfang November müssen bei uns zwei bis drei Superspreader, also Personen, die das Virus hatten, jedoch keine Symptome zeigten, im Haus gewesen sein. Als wir bemerkten, dass wir das Coronavirus bei uns im Haus haben, hatten sich bereits einige Leute angesteckt", so Walther. "Die Bewohnerinnen und Bewohner traf es unterschiedlich. Manche hatten einen leichten Verlauf, andere wurden aber hart getroffen, bis hin zum Todesfall", ergänzt Walther. "Man muss berücksichtigen, dass das Durchschnittsalter bei uns bei 87 Jahren liegt. Darüber hinaus haben wir einige Bewohnerinnen und Bewohner, die gegen die 100 zu gehen. Es ist kein Geheimnis, dass es diese Personen härter treffen kann."

Auch das Alterszentrum Lotzwil wurde vom Coronavirus heimgesucht. "Wir hatten am 9. November einen positiven Coronafall. Dies wurde uns vom Kanton mitgeteilt. Deshalb mussten wir umgehend Quarantänemassnahmen umsetzen", erklärt Roman Niederberger, der Heimleiter des Alterszentrums Lotzwil. Die Quarantäne-Anordnung wurde mittlerweile wieder aufgehoben, so Niederberger. Das Alterszentrum sei grundsätzlich auf diesen Fall der Fälle vorbereitet gewesen, doch der Vorfall habe sie dann doch überrascht. "Wir hatten die ganze Sache vorbereitet und merkten dann, dass wir alle unsere Pläne nochmals anschauen müssen. Wir gerieten für eineinhalb Tage in Schockstarre", ergänzt Niederberger. Mittlerweile hat sich die Lage beim Alterszentrum in Lotzwil wieder einigermassen beruhigt, führt der Heimleiter aus.

Im Spital Region Oberaargau in Langenthal hat man die Lage im Griff, bestätigt Alexander Imhof, Chefarzt Innere Medizin gegenüber neo1. Aktuell sei eine Abteilung mit Corona-Patienten besetzt, hinzu kommen drei Patienten in der Intensivstation. Das Spital sei zwar gut besetzt, an die Grenzen komme man bisher nicht. Auch weil genügend Pflegepersonal verfügbar sei. Ähnlich tönt es im Spital Emmental. Von rund 800 Mitarbeitenden im medizinischen Bereich fehlen aktuell 25 Personen. Die Situation sei ernst, aber nicht dramatisch, sagt Andre Peters, Leiter Pflegedienst vom Spital Emmental gegenüber neo1.


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