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Jüre Lehmann
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Viele Berggänger sind nicht fit genug

Viele Schweizer Bergwanderer sind zu wenig fit für ihre Tour. Zu diesem Schluss kommt die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) in einer Studie. Die Wanderer wählen demnach zu anspruchsvolle Routen aus.

Laut BfU verloren seit 2010 pro Jahr im Schnitt 52 Menschen ihr Leben in den Schweizer Bergen. Zwischen 2013 und 2017 verletzten sich jährlich rund 26'500 Schweizer Wanderer. Davon trugen 4000 Personen schwere Blessuren davon.

Mangelndes Wissen über die Wege und Selbstüberschätzung gehörten zu den Hauptgründen, weshalb Wanderer in Gefahr gerieten. "Wer auf diesen Bergwanderwegen geht, muss unbedingt trittsicher, schwindelfrei und fit sein", wird sagt der Mediensprecher der BfU Marc Kipfer gegenüber neo1.

Die Studie zeigt ferner, dass sich ein beachtlicher Teil der Wanderer keine grossen Gedanken darüber macht, dass ihnen etwas zustossen könnte. Knapp jeder Dritte wusste nicht, dass die weiss-rot-weisse Markierung des Bergwanderwegs mit dem Schwierigkeitsgrad zu tun hat.

Für viele Berggänger sei nicht klar, dass die weiss-rot-weissen Routen anspruchsvoller seien als die gelb markierten Wanderwege. Sie hätten keine Ahnung gehabt, dass auf den Bergwanderwegen exponierte Stellen mit Absturzgefahr vorkommen könnten.

Die BfU hat über mehrere Jahre hinweg mit Experten aus dem In- und Ausland die Ursachen von Bergwander-Unfällen untersucht. Sie hat dafür mehr als 4000 Personen auf diesen Wegen in der Schweiz befragt. Die Studie, deren Erkenntnisse der Zeitung vorab vorlagen, soll im Herbst publiziert werden.

Den Eindruck, dass die Wanderer komplett unvorbereitet in die Berge gehen, teilt Christoph Engel, Präsident des SAC Sektion Entlebuch, nicht. Aber es brauche sicher eine gute Vorbereitung für gewisse Wanderwege. Dass die Wanderer dann in sehr steilem Gelände auf einmal überrascht sind, käme aber auch bei ihnen vor. Der SAC setzt wie die BFU auch auf Informationen und Ausbildung. (sda / neo1)


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