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Der Bundesrat lockert die Corona-Massnahmen weiter

Am 16. April gab der Bundesrat den Plan zur schrittweisen Lockerung der Corona-Massnahmen bekannt. In einem ersten Schritt durften Coiffeurgeschäfte, Baumärkte, Gartencenter und Spitäler Ende April wieder eröffnen. Zwei Wochen später am 11. Mai durften Schülerinnen und Schüler wieder den Unterricht besuchen und auch jene Geschäfte wieder eröffnen, die nicht zur Grundversorgung gehören. Heute hat der Bundesrat nun weitere Lockerungs-Massnahmen bekannt gemacht.

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga zeigt sich erfreut über die epidemiologische Entwicklung. Sie habe es in den vergangenen Tagen gemerkt: "Die Schweiz ist aufgeblüht". Mit den weiteren Lockerungen könne sich die Bevölkerung auf die neue Normalität einstellen. "Das tut gut!"

Weil täglich nur noch rund zehn neue Corona-Fälle zu verzeichnen seien, könne man statt vom Lockdown von Lockerungen sprechen, sagte Sommaruga am Mittwoch vor den Bundeshausmedien. Selbst wenn es zu einem Wiederanstieg von Fällen käme, seien die Spitäler gut vorbereitet.

Dass es nicht so weit komme, könne jeder und jede beeinflussen. "Wir wissen: Man kann das Virus mit Distanz- und Hygieneregeln in Schach halten." In vielen Fällen sei das nicht so schwierig. Auch die Betreiber und Veranstalter müssten dafür sorgen, das Ansteckungsrisiko möglichst tief zu halten.

"Jetzt können alle wieder planen"

Wenn sich der positive Trend fortsetze, werde der Bundesrat die Corona-Regeln "so weit als möglich vereinfachen", sagte Sommaruga weiter. Schon ab dem 6. Juni stelle sich nicht mehr die Frage, ob man etwas tun könne, sondern wie man es tue.

Die Lockerungen seien nicht nur für die Bevölkerung eine gute Nachricht, sondern auch für verschiedene Branchen. Diese erhielten wieder eine Perspektive.

Es gebe in der Schweiz so viel zu entdecken, sagte die Bundespräsidentin auf die vielfach beworbenen Sommerferien in der Schweiz. "Jetzt können alle wieder planen."

Parlament am Zug

Laut Sommaruga hat sich das schrittweise Vorgehen des Bundesrats bewährt. "Sorgen wir nun dafür, dass wir die neuen Lockerungen auch geniessen können."

Der Regierung sei es wichtig, ein Teil der weitreichenden Kompetenzen abzugeben. "Das ist wichtig und richtig." Künftig entscheide das Parlament, welche Massnahmen es weiterführen wolle. (sda)

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