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Wochengespräch mit Dr. med. Julius Kurmann

Bild: zVg

Wann sehe ich meine Liebsten wieder? Wann kann ich wieder arbeiten? Werde ich nach dem Lockdown überhaupt noch eine Anstellung haben? Das Coronavirus konfrontiert uns mit unseren Ängsten. Dies kann sich stark auf unsere Psyche auswirken. Im neo1-Wochengespräch sprechen wir deshalb mit Julius Kurmann, Chefarzt der stationären Dienste der Luzerner Psychiatrie Lups.

Als bekannt wurde, dass die Schweiz in einen Lockdown versetzt wird, habe die Lups sogleich reagiert und eine Station für mögliche Patienten mit Coronavirus-Erkrankung eingerichtet, so Julius Kurmann. Diese habe man schlussendlich gar nie gross benutzt. Trotzdem sei es wichtig gewesen und sei es nach wie vor, dass die Lups auch in Krisenzeiten da war für Patientinnen und Patienten, denn es habe durchaus mehr Anfragen von Personen gegeben, denen «die Decke auf den Kopf gefallen» sei. Gerade darum empfiehlt Julius Kurmann, dass man sich einen Tagesablauf aufbaut, um so Struktur in den Alltag zu bringen. Wichtig seien auch die sozialen Kontakte, natürlich nur unter Beachtung der Abstands- und Hygienemassnahmen.

Trotz der Lockerungen werde sich das Verhalten der Menschen noch länger nicht «normalisieren». Dass jetzt plötzlich wieder alle in Restaurants und Bars gehen, sobald diese offen sind, glaubt Julius Kurmann nicht. Das Umgewöhnen könnte noch einige Monate in Anspruch nehmen. Trotzdem hofft er, dass diese Krise auch positive Auswirkungen haben wird. Zum Beispiel der Zusammenhalt untereinander, aber auch die Gewissheit, dass sich ein Land wie die Schweiz in einer Krisensituation auf ihre Regierung verlassen kann.


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