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Weltgesundheitstag: Mehr Anerkennung für Hebammen

Immer am 7. April ist der Weltgesundheitstag - in diesem Jahr werden die Pflegefachkräfte und Hebammen in den Fokus gestellt. Diese Berufsgruppen sind für die ganze Welt sehr wichtig, erhalten oft aber nicht genug Anerkennung. Aus diesem Grund will die Weltgesundheitsorganisation WHO im Internationalen Jahr der Pflegekräfte und Hebammen auch den Weltgesundheitstag diesen Berufsgruppen wiedmen. Das Motto „Pflegekräfte und Hebammen unterstützen" soll zur Stärkung des Personalangebots im Pflege- und Hebammenwesen ermutigen.

Dass der Beruf Hebamme in den Fokus der ganzen Welt gerückt wird, freut die Abteilungsleiterin Gynäkologie und Geburtshilfe vom Spital Burgdorf, Margreth von Ballmoos. "Wir erhalten viel Anerkennung von den Familien, politisch sieht dies aber anders aus. Wir haben keine grosse Lobby, die sich für uns einsetzt". Die Arbeit von Hebammen werde oft als selbstverständlich angesehen, sagt Margreth von Ballmoos weiter. Sie wünscht sich für die Zukunft, dass Hebammen weiterhin für ihren Beruf einstehen, schliesslich seien sie überall auf der Welt wichtige Personen.

Politisch zu kämpfen haben Hebammen momentan mehr denn je: "Schon lange leiden insbesondere freischaffende Hebammen darunter, dass telefonische Beratung von Klientinnen nicht abgerechnet werden darf", so Verena Piguet, welche eine Hebammenpraxis führt und Präsidentin der Berner Sektion der Schweizer Hebammen ist. Während den vom Bundesamt für Gesundheit erlassenen Bestimmungen zum Schutz vor Covid-19 gilt "Social Distancing" nach Möglichkeit auch für Hebammen, die (werdende) Mütter/Eltern untersuchen und beraten. 

"Was möglich ist, sollen wir per Telefon oder Skype abwickeln. Seit langem kämpfen wir politisch darum, dass wir diese Beratungsgespräche auch abrechnen dürfen", sagt Verena Piguet im Interview mit neo1. "Diese Situation versschärft sich natürlich momentan. Auch wir sind uns aber gewohnt, für Berufspolitische Anliegen einen langen Atem zu brauchen. Eine zeitnahe Entschärfung der Situation ist nicht in Sicht". Dass dieser Faktor Hebammen fordert, zeigt sich im Gespräch mit einer freischaffenden Hebamme aus dem Oberaargau; "Zu den finanziellen Einbrüchen durch Beratungsgespräche am Telefon kommen Ausfälle von Schwangerschafts-Kursen; das ist nicht einfach". 

«Wir warten auf Antwort», sagt Barbara Stocker, Präsidentin des Schweizer Hebammenverbands gemäss nau.ch zum Thema.  Am 11. März habe der Hebammen-Verband bei den Versicherern eine entsprechende Anfrage respektive einen Vorschlag zur Abrechnung eingereicht. Nach zwölf Tagen dann die Antwort: Das Bundesamt für Gesundheit BAG sei dafür zuständig. Es müsse dort ein umfassender Antrag eingereicht werden. Seit fast zwei Wochen nun ist die Anfrage für die Übernahme von Telefonberatungen dort hängig.

Hier erhalten (werdende) Eltern Beratung 

 

Audio 1: Hebamme Margreth von Ballmoos über Anerkennung im Beruf
Audio 2: Hebamme Verena Piguet über Herausforderungen und Wünsche
Audio 3: Hebamme Verena Piguet über die Arbeit während der Coronakrise

 

 


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