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Psychisch gesund bleiben in der momentanen Ausnahmesituation

Viele Leute sind im Moment den ganzen Tag zu Hause, vielleicht über eine längere Zeit ganz alleine. Die momentane Ausnahmesituation mit dem Lockdown der Schweiz kann verschiedene Probleme mit sich bringen, vor allem auch psychisch.

Unser soziales Leben ist im Moment auf Sparflamme. Ein Austausch mit Freunden und Familie sei aber gerade jetzt sehr wichtig, damit man auch psychisch gesund bleibt, erklärt Christian Imboden, ärztlicher Direktor der Privatklinik Wyss in Münchenbuchsee. Es gibt einige Probleme, die in der jetztigen Situation auftauchen und jeden von uns betreffen können. Soziale Isolation und Einsamkeit, Langweile oder Sinnlosigkeit, Konflikte und Streit, aber auch Zukunftsängste, Bewegungsmangel, finanzielle Sorgen oder Zunahme von Suchtverhalten wie Alkohol oder Onlinegaming können schwierig werden. 
 

Wir alle können präventiv entgegenwirken

Wir alle können aktiv werden, damit sich diese Schwierigkeiten nicht zu riesigen Problemen entwickeln. Ein geregelter Tagesablauf mit einer Tagesstruktur sei sehr wichtig, erklärt Christian Imboden. Genug Schlaf hilft genau so wie das Aufrechterhalten von sozialen Kontakten. Ob durch die sozialen Medien oder auch Videotelefonie, der Austausch mit anderen Menschen ist sehr wichtig.

Gut informiert sein über die aktuelle Situation ist eine Gratwanderung, aber hilft ebenfalls. Wichtig zu beachten ist hier, dass man nicht in eine "Überinformation" gerät, erklärt Christian Imboden, der auch Vizepräsident ist vom Berner Bündnis gegen Depression. "20-Mal am Tag die Newsportale abrufen ist nicht ratsam", so Imboden gegenüber neo1, "lieber ein bis zwei Mal am Tag die Nachrichten schauen." 

Ebenso helfen sinnvolle Betätigungen im Alltag, wie zum Beispiel das Unterstützen der Nachbarn, die selber nicht einkaufen können. Auch sollte man Hobbys so gut wie möglich beibehalten und sich regelmässig bewegen. Ein Spaziergang zum Beispiel geht auch mit sozialer Distanz. 
 

Professionelle Hilfe in Anspruch nehmen

Sobald man merkt, dass man in ein "Loch" fällt, ist es sehr sinnvoll, den Kontakt zu anderen zu suchen. Wenn sich die Situation nicht verbessert, soll man aber unbedingt professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, so Christian Imboden. Hausärzte oder auch psychotherapeutische Praxen haben offen und seien auch in der jetztigen Situation da, helfen und unterstützen. Diese Hilfe darf und soll von Betroffenen unbedingt genutzt werden.

Wer merkt, dass die Gedanken über mehrere Tage schwer sind, wenn sich Sinnlosigkeitsgefühle, Gedanken an den Tod oder Schlafstörungen zeigen, soll man unbedingt professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.
 

Gesund bleiben ist wichtig - aber nicht nur körperlich sondern auch psychisch. 


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