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SchweizerInnen solidarisieren sich in Corona-Zeiten in hunderten Gruppen

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"Gärn gschee" - unter diesem und ähnlichen Sammelbegriffen solidarisieren sich momentan hunderte Schweizerinnen und Schweizer auf der Social Media-Plattform Facebook. "Wir als eher kleines Basler Medium setzten uns zum Ziel, Hilfe-suchende Menschen und Hilfe-bietende Menschen zusammen zu bringen", so Daniel Faulhaber im Interview mit Radio neo1.

Was in Basel mit einer Facebook-Gruppe begann, explodierte spätestens nach den neusten Bestimmungen des Bundesrats am Freitag schweizweit: Gegen 300 Gruppen sind mittlerweile auf www.hilf-jetzt.ch registriert. Eine der ersten war die Gruppe "Gärn gschee - Bärn hiuft". Mittlerweile gibt es auch viele Gruppen im ländlichen Raum, in welchen Menschen ihre Dienste zum Kinder hüten, Nachhilfe geben oder Einkaufen gehen anbieten, um andere Menschen zu entlasten.

Gemäss Daniel Faulhaber sind die Gruppen zwar ähnlich und oft nach dem Basler Vorbild organisiert, untereinander jedoch nicht explizit vernetzt. "Es ist schön zu sehen, wie rasch die Menschen sich solidarisieren", so der Journalist. Er hoffe, dass die Gruppen aufgrund einer sinkenden Zahl von Corona-Betroffenen bald nicht mehr nötig sein würden und dass sich die Menschen später an diese Solidaritätswelle als positiven Effekt der Ausbreitung des Corona-Virus erinnern würden. 

Wichtig war gemäss Faulhaber bei der Gründung der "Gärn gschee"-Bewegung, dass die Umsetzung rasch möglich ist, dass die Menschen sich möglichst unmittelbar untereinander verknüpfen können und dass nicht eine kommerzielle Plattform entsteht. Um Missbrauch zu vermeiden, wurden Abklärungen mit der Kriminalprävention getroffen. 

Dass viele - insbesondere ältere - Menschen aus der Risikogruppe nicht in den sozialen Medien vernetzt sind oder die deutsche Sprache nicht genügend beherrschen, stellten gemäss Gründungsmitglied Faulhaber die grösste Herausforderungen dar. Mittlerweile seien die Anliegen und Richtlinien der Gruppen jedoch dank Hilfe aus der Community auf mehrere Sprachen übersetzt wurden und dank Quartier-Briefen zum Ausdrucken können auch Menschen ohne Zugang zu den sozialen Medien erreicht werden. 

Gruppe gründen? Hilfe anbieten oder beanspruchen? Idee teilen? Hier lang! 

 

 


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