Home   |   Kontakt   |   Werbung   |   Team   |   Links   |   Newsletter
 
Hockey-Live
aktueller titel: keine infos verfügbar

Von der Mongolei nach Wolhusen in die Schule

Kunnur, Tilyekbyerdi, Nazira und Lehrerin Aigyerim mit den Bestätigungsurkunden für den Austausch. (zvg)

So holte Lehrer Paul Herger die Mongolen vom Flughafen ab. (zvg)

Nach einem einjährigen Aufenthalt als Deutschlehrer in der Mongolei hatte Paul Herger die Idee, zwei Schülerinnen und einen Schüler zusammen mit einer Lehrerin nach Wolhusen einzuladen. Die vier reisten also aus der Stadt Ölgii im Westen der Mongolei nach Wolhusen und sind nun seit rund zwei Wochen in der Schweiz und nehmen aktiv am Schulleben teil. Während der Zeit hier leben sie bei Gastfamilien.

Da sie in der Mongolei alle Deutsch lernen, ist die Verständigung einfach und gut möglich. "Der Kontakt ist ohne Sprachbarrieren natürlich einfacher möglich und hilft den Jugendlichen aus der Mongolei, sich schnell zu integrieren", sagt Paul Herger. Insgesamt sind sie gut vier Wochen in der Schweiz.

"Es gefällt mir gut hier. Alles ist sauber, die Strassen perfekt gebaut und es läuft alles sehr geregelt und geplant ab", so Kunnur Mavlyetkhan gegenüber neo1. Sie war begeistert von der Stadt Luzern und ist überwältigt von der seriösen Art der Schweizer Schülerinnen und Schüler in Wolhusen. Ihr Schulkamerad Tilyekbyerdi Khabai sagt sogar: "Ich will nicht mehr nach Hause. Hier ist alles so schön." Ursprünglich kommen die vier aus der Stadt Ölgii.

Auch wenn er während der Zeit in der Mongolei auf vieles verzichten musste, war es sehr erholsam für ihn, sagt Paul Herger. "Die Mongolei ist sehr grob und rauh. Manchmal ist es warm und am nächsten Tag schneit es. Im Winter gibt es minus 30 Grad. Das muss man aushalten können in den unisolierten Jurten der Nomaden. Auch die Luftverschmutzung im Winter ist gross." Wo geheizt wird, nutzen die Mongolen Kohle. "Der Smog ist deshalb unerträglich."

Als Paul Herger aber in die Schweiz zurückkam, merkte er, wie überladen wir hier unterwegs sind. "In der Mongolei habe ich ein Jahr lang kein einziges Mal Fernseh geschaut. Es war mir aber nie langweilig und ich lernte, aus dem was ich hatte, das Beste zu machen." Das habe er von seinem Aufenthalt mitgenommen. Die Mongolen hätten sich nie beschwert. Wenn kein Strom mehr war oder ein Rad kabutt ging am Auto oder das Wetter wieder einmal Kapriolen machte, sagten sie einfach immer, es sei jetzt halt so und konnten das so annehmen. "Das war sehr beeindruckend für mich", so Paul Herger.


  • Das aktuelle Sportbulletin:

     

    Das aktuelle Newsbulletin: